Menschenrechte | Globale Normen und lokale Umsetzung

Globale Menschenrechtsstandards verlieren an Gewicht, weil die staatenbasierte Ordnung infrage gestellt wird. Die Mehrheit der Staaten, die sich schriftlich zum Völkerrecht und zu den Menschenrechten verpflichtet haben, ist nicht demokratisch legitimiert oder entwickelt sich zu autoritären Regimen hin. Lizenzentzug für Hilfsorganisationen in Konfliktregionen, staatliche und nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen, die als „Agenten“ tituliert werden, Zensur und die Jagd auf die Zivilgesellschaft sind nur einige der Konsequenzen. 

Wasser unter Druck: Über Klima, Konsum und Kreisläufe

Wasser ist das Lebenselixier der Ökosysteme und die Grundlage jedes Nahrungsmittels. Als empfindlicher Indikator für den Zustand des Klimas wird der Umgang damit in Zukunft immer entscheidender werden: Längere Trockenperioden und Extremwetter fordern Landwirtschaft, Energieerzeugung und Ernährungssysteme gleichermaßen heraus. Der Konsum spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn jede Ernährungsweise geht mit einer unterschiedlichen „Wasserbilanz“ einher. Beim diesjährigen f.eh-Symposium wird sich deshalb dieser existentiellen Ressource gewidmet.

Green Skills und BNE in der Berufsbildung

Die nachhaltige und digitale Transformation verändert Arbeitsprozesse, Berufsbilder und Kompetenzanforderungen. Damit sie gelingt, braucht es Menschen, die Veränderungen verstehen, gestalten und in Unternehmen und Bildungseinrichtungen verankern können. Berufsbildung ist damit ein zentraler Hebel für eine nachhaltige Arbeitswelt.

Green Skills und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbinden fachliche Kenntnisse mit überfachlichen Kompetenzen wie systemischem Denken, Problemlösefähigkeit, Veränderungskompetenz und der Fähigkeit, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Inklusive BNE an der Grundschule

Grundschulen sollen Kinder auf eine Welt vorbereiten, die sich rasant verändert. Klimawandel, Fairer Handel, Wasser: Themen, die längst in der Grundschule ankommen, oft als einzelnes Projekt oder als Aktionstag. 

Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, verbindet sie zu einem roten Faden und ist als Bildungsauftrag international wie national verankert. Offen bleibt dabei häufig, ob alle Kinder gleichermaßen teilhaben können. 

Menschen mit Behinderungen weltweit. Rechte, Ressourcen, Realitäten

Im Dezember 2006 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Behindertenrechtskonvention. Sie war ein Meilenstein: Menschen mit Behinderungen sind nicht Empfänger von Fürsorge, sondern Träger von Rechten. Zwanzig Jahre später fällt die Bilanz ernüchternd aus. Über eine Milliarde Menschen weltweit leben mit einer Behinderung, die große Mehrheit im Globalen Süden unter Bedingungen geprägt von Armut, Ausgrenzung und fehlenden Strukturen. Kein einziges Nachhaltigkeitsziel wird derzeit für sie erreicht.

Bildungsarbeit ohne Barrieren. Wie können entwicklungspolitische Organisationen ihre Inlandsarbeit inklusiver gestalten?

Ob Seminar, Ausstellung, Aktionstag oder Social-Media-Kampagne: Entwicklungspolitische Bildungsarbeit lebt davon, Menschen zu erreichen. Wer eine Veranstaltung nicht barrierefrei besuchen kann, wer eine Publikation nicht lesen kann oder wem digitale Angebote verschlossen bleiben, taucht in keiner Teilnahmestatistik auf und bleibt trotzdem ausgeschlossen. Inklusion in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit ist deshalb keine zusätzliche Aufgabe, sondern eine Frage der Wirksamkeit.

Zwischen Wandel, demokratischem Zusammenhalt und globaler Verantwortung: Entwicklungspolitische Bildungs- und Inlandsarbeit weiterdenken!

Globale Herausforderungen nehmen zu, internationale Zusammenarbeit ist unter Druck und demokratische Werte werden zunehmend infrage gestellt. Zugleich wächst der Wunsch vieler Menschen nach Orientierung, Zuversicht, Beteiligung und dem Gefühl, gesellschaftliche Veränderungen mitgestalten zu wollen. Was bedeutet das für die entwicklungspolitische Bildungs- und Inlandsarbeit? Wie kann sie Perspektive bieten, demokratische Handlungskompetenz stärken und mehr Menschen für globale Zusammenhänge gewinnen?