Insektenvielfalt in der Stadt – ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität

Die Insektenvielfalt ist weltweit bedroht. Gleichzeitig sind Städte vielerorts zu Rückzugsorten für Insekten geworden – vor allem ihre Parks, Grünflächen und Gärten. 

Während des etwa zweistündigen Stadtspaziergangs durch den Botanischen Garten und den Grüneburgpark berichten Dr. Marion Mehring und Dr. Florian Schneider (ISOE) von aktuellen Ergebnissen der Biodiversitätsforschung zur Stadtnatur und zeigen, wie Bürgerinnen und Bürger zum Erhalt der Insektenvielfalt beitragen können. 

Fairer Handel meets Social Media – Grundlagen und Austausch

Social Media bietet für den Fairen Handel große Chancen, um Botschaften sichtbar zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen – gleichzeitig ist das Feld unübersichtlich und wirft kritische Fragen auf. Dieser Workshop gibt einen kompakten Einstieg: Welche Plattformen gibt es, welche Zielgruppen erreichen sie, und wie unterscheiden sich ihre Algorithmen? Die Teilnehmenden werfen auch einen kritischen Blick auf Datenschutz, Werbung, mangelnde Moderation und die Machtkonzentration weniger profitorientierter Konzerne im Silicon Valley.

Die dreiteilige Webinarreihe beschäftigt sich mit dem Thema externalisierte Kosten anhand der Beispiele Döner Kebab und Completo. Sie richtet sich an Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II sowie weitere Interessierte aus dem Bildungsbereich in Deutschland und Chile und findet in deutscher Sprache statt.

An drei Terminen werden Unterrichtsmaterialien vorgestellt, mit denen sich das Konzept der externalisierten Kosten anschaulich und spielerisch vermitteln lässt. Im Mittelpunkt stehen zwei Gerichte aus dem Alltag vieler Jugendlicher: der Döner Kebab und der Completo, ein chilenischer Hot Dog mit Sauerkraut, Tomate und Avocado. Anhand dieser Beispiele werden Zusammenhänge zwischen Ernährung, Gesundheit, Umwelt und wirtschaftlicher Verantwortung thematisiert.

Die Webinarreihe umfasst drei interaktive Termine mit Lehrkräften aus Chile und Deutschland, konkrete und erprobte Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufen I und II sowie didaktische Anregungen für die eigene Unterrichtspraxis. Zudem bietet sie Raum für den Austausch über globale Perspektiven auf Ernährung und Konsum und die Möglichkeit, Kontakte zu Lehrkräften im jeweils anderen Land zu knüpfen. Die Lernmaterialien und ein Handout werden im Anschluss an die Webinarreihe zur Verfügung gestellt.

Die Termine finden am 4. November, 18. November und 2. Dezember 2026 jeweils mittwochs von 17:00 bis 18:30 Uhr (Deutschland) per Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze pro Land sind begrenzt. Lehrkräfte aus Berlin und Bielefeld haben Vorrang. Anmeldung unter stratenwerth@blue21.de.

Referentinnen sind Dinah Stratenwerth von Foodjustice und Dr. Johanna Lochner von PFLANZET.

Landesprogramm Schule der Zukunft – Online-Informationsveranstaltung

Mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) lernen wir, die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Das Landesprogramm Schule der Zukunft unterstützt Schulen dabei, BNE dauerhaft in Unterricht und Schulentwicklung zu verankern.

Diese Informationsveranstaltung richtet sich an neu teilnehmende und interessierte Schulen. Sie erhalten einen Überblick über das Landesprogramm und erfahren, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung nachhaltig in der Schule verankert werden kann. Außerdem wird erläutert, wie sich Schulen im Rahmen des Landesprogramms auszeichnen lassen.

Weniger ist Mehr: Warum eine Rohstoffwende ohne Verbrauchsreduktion nicht gelingen kann

Perspektiven aus Peru, Indonesien, Südafrika und den Philippinen zum Thema Rohstoffabbau und Rohstoffverbrauch.

Der Abbau metallischer Rohstoffe verursacht weltweit tiefgreifende Eingriffe in Umwelt, Territorien und die Lebensgrundlagen lokaler Gemeinschaften. Die peruanische Organisation Red Muqui zeigt anhand des Kupferbergbaus in Peru, warum Deutschland seinen Rohstoffverbrauch reduzieren muss und welche Auswirkungen der Bergbau auf Mensch und Umwelt in den Abbaugebieten hat. Ergänzend werden Perspektiven aus Südafrika, Indonesien und den Philippinen vorgestellt.

Slow Fashion Reihe: Perspektiven aus Lateinamerika

Die Teilnehmenden werfen einen Blick auf Lateinamerika, welche Probleme verursacht Fast Fashion dort und wie können faire Alternativen aussehen? Warum landen in Südamerika so viele Textilien (v. a. aus Europa)? Hierzu gehen wir auf einige Lösungen ein, die bereits ausprobiert werden. Ein weiteres Thema sind Alpakastrickwaren, die regional und international sehr beliebt sind. Ist fairer Handel hier eine Alternative? Und welche anderen gute Beispiele bzw. Innovationen gibt es im Bereich faire Fashion?

Über Evo Morales und andere lateinamerikanische Hoffnungsträger

Immer wieder hat Lateinamerika charismatische Führungspersönlichkeiten hervorgebracht, auf die nicht nur in ihren eigenen Ländern, sondern auch in Deutschland große Hoffnungen gesetzt wurden. Schon vor fast 60 Jahren hat Che Guevara hierzulande zigtausende Studierende mobilisiert. In Bolivien war es vor allem Evo Morales, der als „erster indigener Präsident“ mit seinem Versprechen des „guten Lebens“ (buen vivir) hohe Erwartungen weckte. Diese wurden jedoch, wie in anderen Fällen auch, bitter enttäuscht.