Das Arbeitsmaterial für die Klassen 2–4 führt Schülerinnen und Schüler altersgerecht an Fragen rund um Tiere, Lebensmittelherkunft und eigene Entscheidungen heran. Im Mittelpunkt stehen Empathie gegenüber Tieren, ein grundlegendes Verständnis dafür, woher unsere Nahrung kommt, sowie die Entwicklung von Entscheidungs- und Reflexionskompetenz. Die Kapitel reichen von „Wer hat hier Gefühle?" über „Woher kommt das Essen?" bis hin zu „Meine Gedanken" und werden durch ein Lehrkräfte-Vorwort sowie Lösungshinweise ergänzt.

Das Arbeitsmaterial für die Klassen 5–9 greift dieselben Themen auf erweitertem Niveau auf. Schülerinnen und Schüler untersuchen, wie gesellschaftliche Prägung und kognitive Dissonanz unsere Wahrnehmung beeinflussen, analysieren Medien und Werbung im Bereich Ernährung und entwickeln eine eigene, begründete Haltung zu komplexen Fragen rund um Tierhaltung und Konsum. Gefördert werden kritisches Denken, Reflexionsfähigkeit, Medienkompetenz und Argumentationsfähigkeit.

Der handlungs- und reflexionsorientierte Aufbau macht die Materialien auch besonders geeignet für Projektwochen, in denen mehr Raum für Diskussion, kreative Aufgaben und eigenständiges Arbeiten bleibt als im regulären Unterricht.

Beide Materialien sind im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gestaltet und tragen zu den SDGs 2, 4, 12, 14 und 15 bei. Sie vermitteln keine Essensvorschriften und enthalten keine Bewertung familiärer Essgewohnheiten – Ziel ist kritisches Denken und die Fähigkeit zur eigenständigen Meinungsbildung.

Fairtrade-Schüler*innenakademie

Die Fairtrade-Schülerinnenakademie kommt nach Niedersachsen und lädt Schülerinnen sowie Lehrkräfte dazu ein, sich mit fairem Handel, globaler Gerechtigkeit und nachhaltigem Handeln auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an engagierte Schulen und Jugendliche, die sich für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) interessieren und eigene Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag entwickeln möchten.

Der Workshop verbindet die Themen Wassergerechtigkeit, globale Lieferketten und nachhaltigen Konsum mit handlungsorientierten Lernmethoden. Ideal für den Unterricht in Geografie, Politik, Ethik, Sozialwissenschaften oder eine Projektwoche in der Schule.

Die Textilindustrie gehört zu den größten Verbrauchern von Süßwasser weltweit, mit schwerwiegenden ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Folgen, vor allem im Globalen Süden. Der Workshop macht diese Zusammenhänge greifbar und zeigt, wie weltweiter Modekonsum Wasser- und Klimagerechtigkeit beeinflusst.

Mit interaktiven Methoden wie einem Wissensquiz, Simulationen und Gruppenarbeiten fördert das Format kritisches Denken und die Bereitschaft, das eigene Handeln zu hinterfragen. Der Workshop lässt sich fächerübergreifend in Rahmenlehrpläne einbinden und leistet einen konkreten Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und zum Globalen Lernen.

Drip by Drip e. V. setzt die Workshops an Berliner Schulen um. Die Materialien sich jedoch an Lehrkräfte im gesamten Bundesgebiet, die daran interessiert sind, den Workshop selbstständig in ihrer Klasse durchzuführen. Gerne unterstützt Drip by Drip e. V. Lehrkräfte entsprechend bei der Vorbereitung.

Das Praxishandbuch Globales Lernen richtet sich an Referent*innen und bietet eine praxisnahe pädagogische Unterstützung für die Planung, Entwicklung und Weiterentwicklung von Workshops im schulischen Kontext. Es begleitet den gesamten Prozess – von der ersten thematischen Idee bis zur konkreten Umsetzung und Reflexion.

Dabei greift es zentrale Fragen der Bildungsarbeit auf: Wie wird aus einer ersten Idee ein konkretes Thema? Wie lassen sich Workshops sinnvoll strukturieren? Und was gilt es bei der Planung in Bezug auf Lerngruppe, Methoden und Rahmenbedingungen zu beachten?

Ergänzt wird das Handbuch durch eine grundlegende Einführung in das Globale Lernen, weiterführende Literaturhinweise sowie konkrete Planungshilfen.

Die aktualisierte Ausgabe 2025 greift aktuelle Herausforderungen auf und bündelt Impulse aus der Bildungspraxis. Mit neuen Schwerpunkten wie Resilienz, systemische Nachhaltigkeit, Klassismussensibilität und dem Umgang mit globalen Konflikten stärkt das Praxishandbuch Referent*innen darin, globale Zusammenhänge reflektiert, multiperspektivisch und handlungsorientiert zu vermitteln.

Die Zusammenhänge zwischen Klimakrise und sozialer Ungleichheit sind weltweit eng miteinander verknüpft, insbesondere im Globalen Süden. Menschen aus einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen sind häufig besonders stark von Umweltzerstörung, Extremwetterereignissen und ausbeuterischen Strukturen betroffen, obwohl ihr Beitrag zur globalen Erwärmung vergleichsweise gering ist. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine klassismuskritische Perspektive innerhalb der Klimabewegung und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit an Bedeutung.

Im Rahmen des Projekts wurden drei Bildungsbausteine entwickelt, die die Verbindungen zwischen Klassismus, Klimakrise und globaler Ungerechtigkeit veranschaulichen:

  • „Wer gewinnt? Wer zahlt?“ – ein Plakatquiz zu Klasse und Klimagerechtigkeit
  • „Schmutzige Rohstoffe, saubere Energie?“ – ein Problembaum zu Kongo, Klima und globaler Ungleichheit
  • „Stimmen des Widerstands“ – eine stille Ausstellung mit begleitender Reflexion zu Solidarität

Ergänzende Materialien stehen online zur Verfügung.