Das Rollenspiel „Wie werden alle satt? “ lädt Schulklassen und Jugendgruppen ab 16 Jahren ein, in die Rolle zentraler Akteure im globalen Ernährungssystem zu schlüpfen. Ob Klimaschutzorganisation, Agrarkonzern oder Bäuer*innen im Globalen Süden – das Rollenspiel möchte komplexe Themen wie Klimawandel, Handel und Ernährungssicherung hautnah erfahrbar machen.
Eine inhaltliche Vorbereitung rund um Klimawandel, Nord- Süd-Gefälle & globalen Handelsstrukturen ist empfehlenswert. Je nach Vorwissen der Gruppe sollte hierfür vorab weitere Zeit eingeplant werden. Zur Vorbereitung können auch die Filmtipps aus dieser Methode genutzt werden. Das Rollenspiel eignet sich für eine Gruppengröße von ca. 10–30 Personen. Es sollten ungefähr 120 Minuten Zeit eingeplant werden.
Das Rollenspiel ist komplex und aufwendig ausgearbeitet und stellt Sachverhalte hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf globale Interdependenzen gut dar. Leider nehmen die Auswertungsfragen kaum Bezug zu Handlungsmöglichkeiten, womit Handlungsoptionen und nachhaltige Lernprozesse nur marginal Inhalt des Materials darstellen. Das Unterrichtsmaterial besteht ausschließlich aus Text. Fotos und Grafiken würden die Rollen attraktiver und anschaulicher gestalten.
Die vier Erklärvideos zeigen Kolonialismus und antikolonialen Widerstand in unterschiedlichen Epochen europäischer Kolonialgeschichte.
1. Kolonialismus und Widerstand in den Americas ab 1492 (5:01 Minuten)
2. Kolonialismus und Widerstand im Deutschen Reich 1885-1919 (6:48 Minuten)
3. Kolonialismus, Nationalsozialismus, Widerstand 1933-1945 (5:46 Minuten)
4. Koloniale Kontinuitäten und Widerstände ab den 1950ern bis heute (7:58 Minuten)
In einfacher Sprache und mit Zeichnungen des Kameruner Künstlers Frank Mindja wird die Geschichte des europäischen Kolonialismus für Schüler*innen ab der 8. Klasse erklärt und bietet damit einen guten Einstieg in das Thema.
Die Videos entstanden im Rahmen des Projektes "Koloniale Spuren in Berliner Geschichte und Gegenwart" (2024), einem Kooperationprojekt von glokal e.V., ISD-Bund e.V. (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland) und EPIZ Berlin e.V. und wurde von den Eine-Welt-Promotoren Tahir Della und Mauricio Pereyra unterstützt.
Im Rahmen des Projektes wurde ein Schüler*innen-Workshop konzipiert. Der Workshop kann über EPIZ Berlin e. V. gebucht werden.
Im Rahmen der dem Projekt zu Grunde liegenden digitalen Kartographie Global Erinnern können Schüler*innen selbstständig Beiträge zu Kolonial- und Globalgeschichte ihrer Stadt/Region recherchieren (bei Interesse: philipp[at}glokal.org).
Im Podcast spricht Josephiene Kursawe (Organisationsentwicklerin, Medienpädagogin und Referentin für Bildung für nachhaltige Entwicklung) mit Personen von Schulen unterschiedlichster Schulformen aus ganz Deutschland, die eins gemeinsam haben: Sie alle wollen Bildung für nachhaltige Entwicklung und globale Themen fest in ihrem Schulalltag verankern.
Die verschiedenen Folgen zeigen, an welchen unterschiedlichen Stellen die Schulen dabei stehen, welche Hürden zu überwinden sind und welche konkreten Projekte umgesetzt werden. Best-Practice-Beispiele zeigen, wie sie dies angehen und wie sie versuchen, Schule und Nachhaltigkeit neu zu denken. Dabei wird nicht nur sichtbar, wie divers das Thema BNE umgesetzt werden kann, sondern auch, wie unterschiedlichste Faktoren, von Standort bis Schulform, die Arbeit beinflussen, bereichern, aber auch vor Herausforderungen stellen.
Eine kurzen Übersicht über angesprochene Institutionen, Projekte und Förderer am Ende der jeweiligen Folge bietet den Zuhörenden zudem die Möglichkeit, konkrete Ansprechparter für die eigene Arbeit im Bereich BNE zu finden und neue, oft regionale, Fördermöglichkeiten kennenzulernen.
Der Podcast ist überall zu hören, wo es Podcasts gibt. Lasst euch Inspirieren, findet neue Denkanstöße und Lösungen für eure Probleme und nutzt den Podcast um euch zu vernetzten und andere Schulen zu finden, die eine ähnliche Vision von Schule haben.
In Begleitung von Avatar Grünhild beginnt eine Mission zur Stärkung der Biodiversität in der Landwirtschaft. Spielerisch wird praxisorientiertes Wissen zu Biodiversität in Grünland, Acker, Waldrand, Gewässerrand, Hofstelle und Garten in 15 Levels vermittelt, verbunden durch Quizfragen. Den Abschluss bildet Level 16. Hier werden Biodiversitätsaspekte auf einem real existierenden landwirtschaftlichen Betrieb erhoben und gemeinsam mit den Landwirt:innen ein Hofporträt erstellt, das auf der Website publiziert werden kann.
Die Lernumgebung ist so konzipiert, dass die Lernenden interaktiv in ihrem Tempo lernen können und im Rahmen der technischen Möglichkeiten nicht nur Wissen erwerben, sondern immer wieder eingeladen werden, über eigene Werte und Haltungen zu reflektieren sowie Praxiserfahrungen (in den Badge Quests und in Level 16) zu sammeln.
Die Lernergebnisse zielen darauf ab, junge Menschen zu befähigen, Verantwortung für heutige und zukünftige Generationen zu übernehmen und aktiv zur gesellschaftlichen Transformation beizutragen.
Das Spiel wurde von einem interdisziplinären Expert*innenteam entwickelt und eignet sich insbesondere für den Einsatz an landwirtschaftlichen Fachschulen. Aber auch sonstige Interessierte können ihr Wissen über Biodiversität erweitern.
Für Lehrkräfte stehen pädagogische und didaktische Begleitmaterialien zur Verfügung.
Die vierteilige digitale Lernmodulreihe thematisiert globale Arbeits- und Produktionsbedingungen entlang internationaler Wertschöpfungsketten. Ziel ist es, Auszubildenden Wissen über Arbeitsrechte, soziale Standards und globale Zusammenhänge zu vermitteln und sie zur Mitgestaltung einer menschenwürdigen Arbeitswelt zu befähigen.
Ausgehend vom Konzept der menschenwürdigen Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) behandeln die Module Themen wie Berufsbildung im Kontext nachhaltiger Entwicklung, internationale Kernarbeitsnormen, Arbeitsbedingungen im Agrarsektor sowie Herausforderungen in IT-Wertschöpfungsketten. Die Materialien sind methodisch vielfältig aufgebaut und für den Einsatz in der beruflichen Bildung – insbesondere im Kontext von BNE und Globalem Lernen – geeignet.
Modul 1: Berufsbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung
Peer-Learning mit Fokus auf Selbststärkung, globaler Verflechtung des eigenen Ausbildungsplatzes und Perspektiven eines nachhaltigen Zusammenlebens.
Modul 2: Arbeitsrechte, Decent Work und internationale Kernarbeitsnormen am Beispiel der Plantagenwirtschaft
Vermittlung arbeitsrechtlicher Standards mit Reflexionsanlässen zu beruflichen Erfahrungen. Analyse eines Fallbeispiels zur Umsetzbarkeit globaler Normen.
Modul 3: Menschenwürdige Arbeit im Agrarsektor
Einblicke in die Situation saisonaler Arbeitskräfte in Deutschland und weltweit. Thematisierung lokaler Widerstände und globaler Handlungsoptionen.
Modul 4: Gute Arbeitsbedingungen in IT-Wertschöpfungsketten
Interaktives Planspiel zur Analyse komplexer Interessen von Stakeholdern entlang globaler Lieferketten.
Wie wir unsere Ernährung gestalten hat einen Einfluss auf unser Klima. Dies greift die 2021 eingeführte Zusatzqualifikation "Vertiefung für vegetarische und vegane Küche" in der Lehre zum Koch / zur Köchin ebenfalls auf. Denn auch die Nachfrage nach pflanzlichen und fleischlosen Alternativen steigt.
Das internationale Projekt "Kulinarische Kompetenzen für nachhaltiges Kochen" (CulSus) hat verschiedene Bildungsmaterialien hervorgebracht, die sowohl im Betrieb wichtige Impulse für eine klimabewusste Speisekarte setzen können als auch in der Lehre eingesetzt werden können.
Das Bildungsmaterial enthält Hefte zu einschlägigen Überthemen (Hülsenfrüchte, Fleischalternativen etc.), Videos und Rezepte.
Das Projekt wird im Rahmen der Europäischen Umweltschutzinitiative (EURENI) umgesetzt und vom Bundesumweltministerium gefördert.
Die afro-indigene Melissa Martínez lebt auf Roatán, einer kleinen Karibikinsel vor der honduranischen Küste. Tourist*innen aus dem Globalen Norden verbringen hier ihren Urlaub und genießen die weißen Sandstrände und teuren Ferienressorts.
Melissa lebt eine andere Realität, geprägt von häuslicher Gewalt und Perspektivlosigkeit. Doch sie nimmt ihr Schicksal nicht hin und beginnt sich aus den Zwängen zu befreien. Kraft zieht sie dabei aus ihrer Herkunft als Garífuna und entwickelt sich zu einer Kämpferin – für ihre eigenen Rechte und die ihrer Gemeinschaft. Denn nicht nur sie selbst, auch die Garífuna stehen vor existenziellen Bedrohungen.
Die Bildungsmaterialien beschäftigen sich mit der Geschichte der Garífuna in Honduras, häuslicher Gewalt und Empowerment, indigenen Rechten und Strategien der Garífuna zur Wiederaneignung ihres Landes und ihrer Kultur.
Die Materialien stehen zum kostenlosen Download bereit.
Der Klimawandel betrifft uns alle – Menschen, Tiere, Pflanzen und Naturräume. In einigen Weltregionen verschärft der Klimawandel schon jetzt den Hunger auf der Welt und nimmt vielen Menschen ihre Lebensgrundlage. Doch wie genau hängen denn unsere eigene Ernährung, die Lebensmittelverschwendung, die Landwirtschaft und Wasser damit zusammen? Was hat die Welthungerhilfe damit zu tun und wie können wir selbst etwas bewirken?
Die Wanderausstellung der Welthungerhilfe gibt genau darauf Antworten und regt zum eigenen Handeln und Mitmachen an. Sie besteht aus vier verschiedenen Stationen zu den unterschiedlichen Themengebieten Ernährung, Lebensmittelverschwendung, Landwirtschaft und Wasser und wie diese jeweils mit dem Klimawandel und der Hungerbekämpfung zusammenhängen.
Die Ausstellung zielt darauf ab, Jugendlichen (ab 14 Jahren) die engen Verflechtungen und Abhängigkeiten in unserer Welt aufzuzeigen und dabei zum Handeln im eigenen Umfeld zu ermutigen.
Interessierte Schulen können die Ausstellung (auch einzelne Themengebiete) kostenlos für ihre Schule anfragen. Die Welthungerhilfe unterstützt gerne bei der Planung und Organisation.
Viele Schulgelände in Deutschland wurden in den sechziger und siebziger Jahren geplant und sind von großen Beton- und Asphaltflächen bestimmt. Doch auch auf neu geplanten Schulgeländen dominieren oft versiegelte Flächen. Dies wird den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen, die zunehmend mehr Zeit auf dem Schulgelände verbringen nicht gerecht und ignoriert die Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise.
Der von der Deutschen Umwelthilfe e.V. organisierte Bundeskongress (14. und 15. Mai 2025 in Berlin und am 22. Mai 2025 online) stellt die Frage, wie Schulgelände biodiversitätsfördernd, klimaangepasst, gesund und sozial gerecht, kurzum zukunftsfähig gestaltet werden können. Der Bundeskongress bietet dazu an zwei Tagen vor Ort sowie an einem Tag online ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Workshops, Arbeitsgruppen, Podiumsdiskussionen sowie Exkursionen an.
Tickets sind auf der Webseite des Veranstalters erhältlich. Für die beiden Tage in Berlin ist eine Anmeldung bis zum 30.04 möglich. Für den Online-Termin am 22.05 ist die Anmeldung bis zum 15.05 möglich.
Die weltweite Lage der Pressefreiheit ist auf einem historischen Tiefstand. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (RSF) am 2. Mai 2025 veröffentlicht hat. In 90 von 180 beobachteten Ländern ist die Situation für Medienschaffende „schwierig“ oder „sehr ernst“. Dafür ist neben einer fragilen Sicherheitslage und zunehmendem Autoritarismus vor allem der ökonomische Druck verantwortlich.
Die RSF-Analyse zeigt, dass sich Medienschaffende und Redaktionen in allen Teilen der Welt zunehmend zwischen dem Streben nach redaktioneller Unabhängigkeit und ihrem wirtschaftlichen Überleben aufreiben.
Detaillierte Informationen und Infografiken zur weltweiten Lage der Pressefreiheit sind online abrufbar, die Weltkarte steht außerdem zum Download in druckfähiger Auflösung kostenlos zur Verfügung.