Bonner SDG-Tage

Die Aktionstage stehen im Zeichen von „30 Jahre Vereinte Nationen in Bonn“. Sie beginnen am 20. September 2026 mit einer starken Bonner Beteiligung am World Cleanup-Day. Die UN-Stadt Bonn wurde von World Cleanup Day Germany für 2026 zur deutschen Fokusstadt dieses internationalen UN-Aktionstages ernannt. Jedes Jahr engagieren sich weltweit am 20. September sowie in den Tagen davor oder danach Millionen Menschen mit Cleanup Aktionen für die Vermeidung von Müll und eine saubere Umwelt.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Deutschland: Zwischen politischem Anspruch und praktischer Umsetzung

Der Bericht untersucht die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Deutschland auf Grundlage von Stellungnahmen aller 16 Kultusministerien der Bundesländer. Im Mittelpunkt stehen die Verankerung von BNE in Lehrplänen, die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsthemen in der Lehrkräftebildung sowie aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen auf Länderebene.

Die Auswertung wird durch weitere Quellen ergänzt, darunter Ergebnisse des nationalen BNE-Monitorings des Instituts Futur. Der Vergleich zeigt sowohl Fortschritte als auch Unterschiede zwischen den Bundesländern. Als zentrale Handlungsfelder werden insbesondere die verbindliche curriculare Verankerung von BNE, die systematische Lehrkräftequalifizierung sowie die Evaluation bestehender Maßnahmen deutlich.

Der Bericht richtet sich an Personen aus Bildungspraxis, Bildungsverwaltung, Lehrkräftebildung, Wissenschaft sowie an weitere Interessierte, die sich mit der Umsetzung von BNE und Klimabildung in Deutschland befassen.

Die Kita als Lernort für Natur- & Ressourcenschutz

Dieses Fortbildungsangebot richtet sich an Fachschülerinnen und Schüler (Erzieherinnen, SPAs) aus Hamburger Kitas sowie begleitende Lehrkräfte und Ausbildungsanleitende.

Wir bieten zwei 1,5-tägige Fortbildungen: Am ersten Tag nähern wir uns in einer ganztägigen Fortbildung mit vielseitigen interaktiven Methoden dem Thema an.

An einem ergänzenden Nachmittag können wir dieses, in Form einer Hospitation, in unserer Leuchtturm-Kita “Ballin Naturkita Bramfeld” hautnah erleben und Fragen stellen. 

Kinder brauchen Handlungsspielräume, um sich mit Nachhaltigkeitsfragen auseinandersetzen zu können. Durch Partizipation und Mitgestaltungsmöglichkeiten in ihrer Umgebung machen sie die Erfahrung, dass ihr Tun etwas bewirkt. Sie entwickeln und stärken Fähigkeiten sowie Kompetenzen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Wie es gelingen kann, BNE in der Kita Stück für Stück umzusetzen, möchte diese Handreichung zeigen. Zu allen Themen finden sich inhaltliche Erläuterungen. So werden alle Tätigkeitsbereiche einer Kita durch die Nachhaltigkeitsbrille ganzheitlich beleuchtet, angefangen bei der Materialauswahl über den Umgang mit Ressourcen bis hin zur pädagogischen Arbeit und Kooperationen.

Mit viel Hintergrundwissen sowie vielen praktischen Anregungen, Aktionsvorschlägen und Links zu Vertiefungsmaterialien. Die Handreichung basiert auf den vielfältigen Erfahrungen des Projekts „Kita im Aufbruch“ und steht zum kostenlosen Download bereit.

Bildung für nachhaltige Entwicklung in der ganzen Schule verankern – Schritt für Schritt zum Whole School Approach

Bildung für nachhaltige Entwicklung endet nicht im Klassenzimmer. Mit dem Whole School Approach entwickeln Lehrkräfte ihre Schule als Ganzes weiter – vom Unterricht über Schulorganisation und -kultur bis hin zu Kooperationen und außerschulischen Angeboten.

Wie dies gelingen kann, erfahren die Teilnehmenden dieser Fortbildung – Schritt für Schritt, vom gemeinsamen Startschuss über die Bestandsaufnahme und Ideenfindung bis hin zur Umsetzung. Dazu erhalten sie zahlreiche Methodenhinweise, Tipps aus der Praxis und konkrete Beispiele von Schulen, die sich bereits am WSA orientieren.

Wie lange braucht das Wasser von der Quelle bis ins Meer? Wer lebt im Fluss? Was verschmutzt Gewässer und wie können wir alle das Meer schützen?

Mit dem Rucksack voll Meer von kosmos b begeben sich Kinder und Jugendliche auf eine Wanderung von der Quelle bis zum Meer. Sie erfahren, wer an der Quelle, dem Fluss und im Meer lebt, was diesen Gewässern und Lebensräumen schadet und wie wir sie schützen können.

Die Materialien im Rucksack voll Meer inspirieren junge Menschen, Gewässer zu entdecken und eröffnen Möglichkeiten, sich auf vielfältige Weise für den Schutz der Bäche, Flüsse und Meere einzusetzen – unabhängig von ihrem Wohnort.

Der Rucksack voll Meer beinhaltet: 

  • Ein Poster mit Informationen von der Quelle bis ins Meer.
  • Aktions-Materialien, mit denen Kinder und Jugendliche für den Schutz unserer Flüsse und Meere aktiv werden.
  • Ein Begleitschreiben für Lehrkräfte und Multiplikator*innen.

Die Idee für den Rucksack voll Meer entstand im Rahmen der Jugendbeteiligung des Bundesumweltministeriums. Der Rucksack voll Meer ist flexibel und fächerübergreifend einsetzbar. Die Rucksäcke werden voraussichtlich im Juli versendet.

Wer kann mitmachen? 

Schulen und außerschulische Einrichtungen in ganz Deutschland, die mit Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren arbeiten. Der Rucksack voll Meer kann ab sofort hier vorbestellt werden. 

Das Programm wird von kosmos b unter Beteiligung von jungen Menschen durchgeführt und mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.

Mehr Wirkung als Verzicht – Der ökologische Handabdruck

Viele Menschen wünschen sich mehr Umwelt- und Klimaschutz, doch im Alltag fällt die Umsetzung oft schwer.

Warum verhalten wir uns nicht immer so, wie wir es eigentlich für richtig halten? 
Und wie können wir es allen leichter machen, gemeinsam einen Beitrag zu leisten?

In dieser Fortbildung steht das Konzept des Handabdrucks im Mittelpunkt. Im Gegensatz zum ökologischen Fußabdruck lenkt dieser Ansatz den Blick auf positive Gestaltungsmöglichkeiten und strukturelle Veränderungen. 

Kontinuitäten des Deutschen Kolonialismus und antikolonialer Widerstand

Wie arbeite ich diskriminierungssensibel zu Deutschem Kolonialismus? Welche konkreten Beispiele gibt es für koloniale Kontinuitäten? Und wo gibt es Anknüpfungspunkte in der Thematik zur Lebensrealität meiner Schüler:innen? 

Gemeinsam schauen die Teilnehmenden zunächst auf didaktische und inhaltliche Kriterien bei der Thematisierung von Kolonialismus im Unterricht. Sie diskutieren mögliche Fallstricke und erarbeiten an Beispielen aus der Praxis, wie ein diskriminierungssensibler Umgang mit den Themen gelingen kann. 

Empowerment-Workshop für BIPOC-Fachkräfte in Kita und Hort

In einem geschützten Raum kommen BIPOC- Fachkräfte für Kita und Hort zusammen, um sich gegenseitig zu stärken.Erfahrungen können geteilt werden, man schaut gemeinsam auf die Hürden, die einem begegnen, beim vorgehen gegen rassistische Strukturen und es werden erste Strategien entwickelt, die in der Praxis unterstützen können. Außerdem wird Raum zur Vernetzung und einem solidarischen Austausch geschaffen.