Das Praxishandbuch Globales Lernen richtet sich an Referent*innen und bietet eine praxisnahe pädagogische Unterstützung für die Planung, Entwicklung und Weiterentwicklung von Workshops im schulischen Kontext. Es begleitet den gesamten Prozess – von der ersten thematischen Idee bis zur konkreten Umsetzung und Reflexion.

Dabei greift es zentrale Fragen der Bildungsarbeit auf: Wie wird aus einer ersten Idee ein konkretes Thema? Wie lassen sich Workshops sinnvoll strukturieren? Und was gilt es bei der Planung in Bezug auf Lerngruppe, Methoden und Rahmenbedingungen zu beachten?

Ergänzt wird das Handbuch durch eine grundlegende Einführung in das Globale Lernen, weiterführende Literaturhinweise sowie konkrete Planungshilfen.

Die aktualisierte Ausgabe 2025 greift aktuelle Herausforderungen auf und bündelt Impulse aus der Bildungspraxis. Mit neuen Schwerpunkten wie Resilienz, systemische Nachhaltigkeit, Klassismussensibilität und dem Umgang mit globalen Konflikten stärkt das Praxishandbuch Referent*innen darin, globale Zusammenhänge reflektiert, multiperspektivisch und handlungsorientiert zu vermitteln.

Die Zusammenhänge zwischen Klimakrise und sozialer Ungleichheit sind weltweit eng miteinander verknüpft, insbesondere im Globalen Süden. Menschen aus einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen sind häufig besonders stark von Umweltzerstörung, Extremwetterereignissen und ausbeuterischen Strukturen betroffen, obwohl ihr Beitrag zur globalen Erwärmung vergleichsweise gering ist. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine klassismuskritische Perspektive innerhalb der Klimabewegung und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit an Bedeutung.

Im Rahmen des Projekts wurden drei Bildungsbausteine entwickelt, die die Verbindungen zwischen Klassismus, Klimakrise und globaler Ungerechtigkeit veranschaulichen:

  • „Wer gewinnt? Wer zahlt?“ – ein Plakatquiz zu Klasse und Klimagerechtigkeit
  • „Schmutzige Rohstoffe, saubere Energie?“ – ein Problembaum zu Kongo, Klima und globaler Ungleichheit
  • „Stimmen des Widerstands“ – eine stille Ausstellung mit begleitender Reflexion zu Solidarität

Ergänzende Materialien stehen online zur Verfügung.

45-Minuten-Takt, Frontalunterricht, veraltete Inhalte und starre Klassenräume – während Digitalisierung und KI im Alltag bereits unser Leben auf den Kopf stellen, hängt in vielen Schulen noch der Kreidestaub der Vergangenheit. Schule funktioniert noch überwiegend so wie vor 100 Jahren, obwohl sich unsere Welt längst radikal verändert hat. Die Folge: Für viele junge Menschen ist Schule nur noch eine demotivierende Lernfabrik von gestern. Doch das muss nicht so bleiben. 

Dieses Buch ist ein leidenschaftlicher Aufruf zu einem Wandel. Es zeigt, wie Schule zu einem zukunftsfähigen Lernort werden kann, bei dem eigenständiges Lernen, Selbstwirksamkeit und Mitbestimmung im Mittelpunkt stehen. Gefordert und beschrieben wird ein echter Lernkulturwandel. Praxisnah und motivierend regt das Buch dazu an, Schule im Wandel mutig zu gestalten. Es versteht sich als Wegweiser für alle, die diesen Wandel im Bildungssystem aktiv mitgestalten möchten: Lehrkräfte, Schulleitungen, Eltern und alle, denen Bildung wichtig ist. Entlang zentraler Entwicklungsfelder werden konkret umsetzbare Impulse und erprobte Praxisbeispiele vorgestellt, die zeigen: Veränderung ist möglich - und sie beginnt heute. Das Buch gibt so facettenreiche Antworten auf die Frage, wie Schule und Unterricht zukunftsfähig werden.

Zwischen Rissen und Kitt: Politische Bildung im öffentlichen Raum

Wo gesellschaftliche Risse auftauchen und wo Kitt zu Zusammenhalt beitragen soll, lässt sich im öffentlichen Raum besonders deutlich beobachten. Auf Straßen, Plätzen, in Parks oder
Passagen verdichten sich Konflikte um Zugehörigkeit, Sichtbarkeit und Ressourcen – und zugleich entstehen dort Begegnungen, Aushandlungen und (manchmal) neue Formen von Zusammenhalt und kollektiver Aneignung.

Aufwachsen in Welt(un)ordnung. Politische Bildung in militarisierten Zeiten

Im multipolaren System nehmen die geopolitischen Spannungen zu. Kriege, militärische Interventionen und Aufrüstung kennzeichnen die Nachrichtensendungen und Propaganda die sozialen Medien. Die Zeiten, in dem sich die Großmächte wenigstens auf dem Papier für eine regelbasierte Weltordnung und Konfliktlösung durch Diplomatie aussprachen, scheinen vorbei zu sein.