Aufbruch Klimaanpassung – wie können Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen klug mit neuen Wetterextremen umgehen und sich für die Zukunft sicher aufstellen?

Frankfurter Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen stehen vor wachsenden operativen und finanziellen Risiken: steigende Kosten für Gebäudetechnik, höhere Anforderungen an Standort- und Prozesssicherheit, potenzielle Produktionsunterbrechungen sowie absehbar steigende Versicherungsprämien. Gleichzeitig entstehen neue Marktchancen für Betriebe, die früh in robuste Strukturen und intelligente Anpassungsmaßnahmen investieren.

Schüler*innen-Akademie: BNE auf allen Ebenen (er)leben – Der Whole School Approach in der Grundschule

Ziele

Die Teilnehmenden werden zu Multiplikator*innen für nachhaltige Schulentwicklung. Sie nehmen Ideen, Erfahrungen und konkrete Tools mit, um Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an ihren Schulen weiterzuentwickeln.

Mitgestaltung fördern: Die Teilnehmenden erfahren, wie sie partizipativ BNE im Sinne des Whole School Approach (WSA) in ihrer Schule weiterentwickeln können.

Eigeninitiative stärken: Workshops motivieren dazu, selbst aktiv zu werden und nachhaltige Projekte umzusetzen.

Herausfordernde Gruppen meistern

In diesem interaktiven Online-Seminar steht der Austausch über den Umgang mit schwierigen Situationen in der Bildungsarbeit im Mittelpunkt. Wie lässt sich Souveränität bewahren, wenn Diskussionen hitzig werden oder Teilnehmende wenig Interesse zeigen? Wie reagiert man auf Störungen und Ablenkungen? Die Teilnehmenden reflektieren pädagogische Haltungen und erarbeiten Strategien, um auch in herausfordernden Situationen konstruktiv und wertschätzend zu agieren. Eigene Erfahrungen sind ausdrücklich willkommen – das gegenseitige Lernen steht im Vordergrund.

Scheinbar gibt es viele junge Menschen, die für Themen – und erst recht für ein Engagement – im Bereich Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Doch wer sind diese jungen Menschen, was bewegt sie? Mit welchen Alltagssorgen und Teilhabebarrieren sind sie konfrontiert? Und wie können Multiplikator*innen aus Jugend- und Verbandsarbeit besonders jene mit wenig Zugang zu Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen wirksam erreichen und einbeziehen? Woran scheitert dies bisher, und welche Veränderungshebel stehen uns zur Verfügung?

Zu diesen Fragen bietet das Praxishandbuch eine ebenso kompakte wie nützliche Arbeitshilfe. Es richtet sich an Multiplikator*innen, die mit jungen Menschen arbeiten und diese dabei unterstützen möchten, eigene Zugänge zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln – ob in Jugendtreffs, Schulen, Vereinen, Kultur- und Sportangeboten, Freiwilligendiensten, Kommunen oder auch in zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gleichzeitig soll es als Unterstützung für diejenigen Akteur*innen dienen, die bereits im Bereich Umwelt, Klima und/oder Nachhaltigkeit aktiv sind und ihre Zielgruppen erweitern wollen – zum Beispiel, weil sie merken, dass ihre Angebote immer nur durch ein bestimmtes Milieu (z.B. Gymnasialschüler*innen aus einem bestimmten Stadtteil) angenommen werden.

Das erarbeitete Handbuch bietet praxisnahe Ideen, Methoden, Lesetipps und Erfahrungen, die zeigen, wie Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit ganz konkret und lebensnah verankert werden kann. Hervorzuheben ist dabei die Rolle von Kooperationen. Denn besonders wirkungsvoll ist es, wenn Akteur*innen aus verschiedenen Engagementfeldern zusammenarbeiten. Hier erschließt sich ein großes Potenzial für Synergien und gegenseitige Lerneffekte. 

Das Handbuch will Mut machen, neue Wege zu gehen: Kooperationen zu wagen, Peer-to-Peer-Lernen zu fördern und Themen so zu gestalten, dass sie berühren, motivieren und verbinden. 

Im Schulprogramm präsentiert das Team der Klimabuchmesse jedes Jahr Bücher, die sich als Lektüre in der Schule eignen. Zusätzlich zur Präsentation der Buchlektüren auf den Lesungen der KBM stellen Lehrkräfte aus unserem KBM-Team pädagogisches Material (mit Sequenz- und Verlaufsplänen und Arbeitsblättern) zur Einbindung in den Unterricht zur Verfügung. So könnten die vorgestellten Bücher ohne großen Zeit- und Ressourcenaufwand im Unterricht (vor-)gelesen und erarbeitet werden.

Die Unterrichtsreihe „Rechte der Natur: Für die Rettung unserer natürlichen Lebensgrundlagen dringend nötig?“ wurde im Zusammenhang mit den Veranstaltungen der Klimabuchmesse 2025 und 2026 konzipiert. Sie ist Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse und der Oberstufe empfohlen. 

Sie setzt sich aus drei Unterrichteinheiten zusammen: Die erste und zweite Unterrichtseinheit laden zu einer kontroversen Auseinandersetzung mit dem Konzept der Rechte der Natur ein. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ausgewähltes Videomaterial sowie Texte und Schaubilder im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Sie wägen Argumente pro und kontra ab und beziehen Stellung zu der Frage: Können Eigenrechte der Natur unsere natürlichen Lebensgrundlagen besser schützen, als das bisherige Umweltrecht und die Umweltverbandsklage und wenn ja, inwieweit?

Anschließend beurteilen sie, ob ein Rechtssystem umsetzbar ist, das die Natur als Rechtssubjekt einbezieht und überlegen, welche Folgen eine ökologisch orientierte Rechtsordnung für Mensch und Natur haben könnte. Die dritte, abschließende Unterrichtseinheit schlägt zwei verschiedene Gestaltungsaufgaben zur Auswahl vor, in denen Gesetzestexte zu Eigenrechten der Natur entworfen werden können.

Alle satt und alles gerecht verteilt? Ressourcengerechtigkeit in Amazonien, Ernährungssicherheit in den Anden, Landkonflikte in Mexiko – was uns das angeht

Lateinamerika steht verstärkt im Blickfeld der europäischen Rohstoffpolitik. Auf eine einfache Formel gebracht: Die EU verkauft dank angestrebter Abkommen wie dem Mercosur-Handelsvertrag fertige Produkte, während die lateinamerikanischen Staaten Rohstoffe exportieren.

„Marine Ökosysteme im Wandel: Seegraswiesen, Belastungsfaktoren und nachhaltige Perspektiven (SDG 14)“ ist ein kompaktes Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II im Fach Biologie. Die fünfteilige Einheit behandelt zentrale Bereiche der Ökologie, darunter Wechselwirkungen in Lebensgemeinschaften, Biodiversität und Stoff und Energiefluss in Ökosystemen.

Im Fokus steht die Seegraswiese als Ökosystem: ihre Rolle als Lebensraum hoher Biodiversität, ihre Funktion für Nahrungsnetze und Küstenschutz sowie ihre Bedeutung als Blue Carbon Speicher. Gleichzeitig macht das Material die Auswirkungen zentraler Belastungsfaktoren wie Klimawandel und Fischerei sichtbar und zeigt, wie menschliche Eingriffe ökologische Gleichgewichte beeinflussen. Diese Inhalte entsprechen typischen Oberstufen Schwerpunkten wie Energiefluss, Stoffkreisläufe und ökologischen Wechselwirkungen.

Durch Video und Audiomaterial erhalten Schüler*innen einen authentischen Einblick in das weltwärts Projekt Marine Conservation Cambodia und die Arbeit der weltwärts-Freiwilligen Nora vor Ort. Arbeitsblätter, Methodenimpulse und Bezüge zur Agenda  2030 (SDG 14 „Leben unter Wasser“) ermöglichen einen praxisnahen und handlungsorientierten Zugang zum Thema Meeresschutz.

Mica? Noch nie gehört?  Kaum jemand kennt den Stoff Mica, dabei ist das Mineral in vielen unserer Produkte enthalten. Wir finden es als Wärmeisolation in Föns und Toastern oder als elektrische Isolation in Kabeln und Batterien. Vor allem wird das Mineral Mica aber in vielen kosmetischen Produkten verarbeitet, um einen glitzernden Effekt herzustellen. Make-up, Lippenstift, Haargel – in all solchen Produkten finden wir Mica.

Doch woher kommt dieses Mineral, das kaum jemand kennt?
Über 30 Prozent des in Europa verwendeten Micas kommt aus Nord-Indien, einer Region, in der hohe Armut herrscht. Die ökonomische Situation zwingt viele der dortigen Familien in den informellen Mica-Minen zu arbeiten und so kommt es in der Region immer wieder zu zahlreichen Fällen von Kinderarbeit. Diese Kinderarbeit im Mica-Abbau ist also unmittelbar mit unserem Konsum verbunden.

Im Zentrum dieses Unterrichtsmaterials steht ein interaktives Planspiel, in dem die Teilnehmenden eine fiktive Konferenz der indischen Regierung nachspielen. Sie lernen die verschiedenen involvierten Parteien und Akteure kennen und schlüpfen in die jeweiligen Rollen, um den Umgang mit Mica und Kinderarbeit zu debattieren.

Die Teilnehmenden erwerben spezifisches thematisches Wissen und stellen anschließend einen Bezug zu ihrem eigenen Berufs- und Ausbildungsalltag her. Dabei trainieren sie eine sensible Einschätzung der politisch und sozial komplexen Situation sowie eine eigene Positionierung und Aktivierung zum Thema. Im Zentrum dieser Aktivierung steht die Erarbeitung eigener Handlungsoptionen, mit denen die Teilnehmenden (unternehmerische) Verantwortung entlang von Warenketten konkret mitgestalten können.

Diese Unterrichtseinheit zu Mica wurde in Kooperation mit Terre des Hommes Deutschland konzipiert. Die Ausarbeitung und Erprobung des Materials geschah in Zusammenarbeit mit der Beruflichen Schule Holz Farbe Textil (BS25) in Hamburg. 

Die Broschüre ist geeignet für die Ausbildung von Maler- und Lackierer*innen, Kosmetiker*innen und anderen, sowie für die schulische Bildung. 
Dauer: 4,5 – 5 Zeitstunden, ab der 9. Klasse.

Macht-Rang-Privilegien und Rassismus – Das Eigene in gesellschaftlichen Machtverhältnissen erkennen

Welche Formen von Ausgrenzung habe ich erlebt? Wie sind Diskriminierungsformen intersektional miteinander verbunden? Welche Mechanismen halten Rassismus als Machtsystem aufrecht? Wo besteht die Gefahr, Rassismus in der Rolle als Multiplikator*in oder in eigenen Strukturen zu reproduzieren? Wie kann ein Leben gestaltet werden, das Rassismen nicht reproduziert – und was lässt sich aktiv dagegen tun?