Digitaler Kolonialismus – Machtverhältnisse im Netz verstehen

Der kostenlose Online-Workshop setzt sich mit Fragen rund um digitale Machtverhältnisse und globale Ungleichheiten auseinander. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Verteilung von Daten, die Profiteure digitaler Technologien sowie die Verbindung zwischen Digitalisierung und kolonialen Kontinuitäten. Ziel der Veranstaltung ist es, Teilnehmenden einen Einblick in die Strukturen digitaler Ungleichheit zu geben und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für die entwicklungspolitische Praxis zu diskutieren.

Die Fashion Revolution Week ist eine jährliche Kampagnenwoche, die die weltweit größte Modeaktivismus-Bewegung für sieben Aktionstage zusammenbringt. In diesem Jahr fand die Aktionswoche vom 22. bis 28. April 2026 statt, um sich gemeinsam für ein gerechtes und faires Modesystem für die Menschen und den Planeten einzusetzen.

Die Fashion Revolution Week findet jedes Jahr in der Woche um den 24. April statt. Dieses Datum ist der Jahrestag des Einsturzes von Rana Plaza 2013. Rana Plaza, ein Gebäude in Bangladesch, beherbergte eine Reihe von Bekleidungsfabriken, in denen rund 5.000 Menschen beschäftigt waren. Die Menschen in diesem Gebäude stellten Bekleidung für viele der weltweit größten Modemarken her. Bei dem Einsturz starben mehr als 1 100 Menschen – zumeist junge Frauen – und weitere 2 500 wurden verletzt, womit es sich um die viertgrößte Industriekatastrophe der Geschichte handelt. 

In der Aktionswoche finden zahlreiche Events und Veranstaltungen statt, einen Überblick gibt es hier.

Auf der internationalen Kampagnenwebsite steht Informationsmaterial, Kampagnenposter, Fakten und Inspirationsquellen zur Fashion Revolution Kampagne zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Wie kann Bildung zu einem Schlüsselelement für die Bewältigung der Klimakrise werden? Dieser Sammelband zeigt, wie Klimawandel und Bildung gemeinsam gedacht werden können, jenseits reiner Problemanalyse und mit einem klaren Fokus auf handlungsorientierte Lösungen.

Die Beiträge greifen aktuelle Herausforderungen im Kontext von Klimawandel und Nachhaltigkeit auf und entwickeln innovative Wege einer transformativen Klimabildung. Sie geben Einblicke in empirisch fundierte und praxisnahe Konzepte, Methoden und Projekte, die Lernräume für kritisches Denken, gesellschaftliche  Mitverantwortung und Zukunftsoptimismus eröffnen.

So entsteht ein vielschichtiges Bild von Bildung als Hebel für gesellschaftliche Transformation: Sie macht nicht nur die Spuren unseres ökologischen Fußabdrucks sichtbar, sondern zeigt zugleich Wege auf, durch den Handabdruck aktiv Lösungen zu gestalten. 

Die koloniale Vergangenheit Deutschlands und deren Auswirkungen in der Gegenwart sowie die Auseinandersetzung mit dekolonialen Perspektiven sind Themen, mit denen sich auch Schülerinnen und Schüler vermehrt beschäftigen. Im vorliegenden Unterrichtsimpuls wird Berlin als Stadtraum, also das konkrete Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler, zum Ort der Auseinandersetzung mit historischen Zusammenhängen des Kolonialismus, mit Konsequenzen bis in die Gegenwart und mit der Frage des Umgangs mit kolonialen Kontinuitäten und mit Fragen der Erinnerungskultur.

Der vorliegende Unterrichtsimpuls entstand im Rahmen eines Unterrichtsvorhabens in der Einführungsphase an der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule und soll beispielhaft darstellen, wie der Rahmenlehrplan der gymnasialen Oberstufe Berlin Brandenburg im Kontext der übergreifenden Themen gestaltet werden kann. Außerdem bezieht sich das Beispiel explizit auch auf den KMK-BMZ Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, der 2025 auch für die gymnasiale Oberstufe veröffentlicht wurde.

Training4Transformation: Zukunft gemeinsam gestalten

Transformation verstehen, Kraft schöpfen und wirksam werden, auf eine Art und Weise, die uns selbst und unserer Mitwelt gut tut, darum geht’s beim Training4Transformation. Der Bildungsurlaub findet vom 7.–11. September 2026 in der alten Dorfschule von IndiTO Bildung, Training und Beratung statt. Das Training verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse, gute Beispiele und hilfreiche Methoden für die Transformation zu nachhaltigen und lebenswerten Städten und Gemeinden.

Das erwartet die Teilnehmenden

Wie wir die Welt zusammenhalten und gemeinsam gestalten – Impuls & Dialog

Erneuerung der Entwicklungspolitik und Erhalt demokratischer Strukturen – im Dialog mit Bundesministerin Reem Alabali-Radovan: Globale Krisen, geopolitische Verschiebungen und wachsende Ungleichheiten verändern die Rahmenbedingungen internationaler Zusammenarbeit tiefgreifend. Zugleich eröffnen sie neue Chancen für eine zukunftsorientierte, solidarische und wirksame Entwicklungspolitik.

Staatliche Akteure und Zivilgesellschaft stehen vor der Aufgabe, unter veränderten finanziellen und strukturellen Bedingungen neue Wege zu gehen und ihre Gestaltungskraft zu stärken.

Scheinbar gibt es viele junge Menschen, die für Themen – und erst recht für ein Engagement – im Bereich Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Doch wer sind diese jungen Menschen, was bewegt sie? Mit welchen Alltagssorgen und Teilhabebarrieren sind sie konfrontiert? Und wie können Multiplikator*innen aus Jugend- und Verbandsarbeit besonders jene mit wenig Zugang zu Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen wirksam erreichen und einbeziehen? Woran scheitert dies bisher, und welche Veränderungshebel stehen uns zur Verfügung?

Zu diesen Fragen bietet das Praxishandbuch eine ebenso kompakte wie nützliche Arbeitshilfe. Es richtet sich an Multiplikator*innen, die mit jungen Menschen arbeiten und diese dabei unterstützen möchten, eigene Zugänge zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln – ob in Jugendtreffs, Schulen, Vereinen, Kultur- und Sportangeboten, Freiwilligendiensten, Kommunen oder auch in zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gleichzeitig soll es als Unterstützung für diejenigen Akteur*innen dienen, die bereits im Bereich Umwelt, Klima und/oder Nachhaltigkeit aktiv sind und ihre Zielgruppen erweitern wollen – zum Beispiel, weil sie merken, dass ihre Angebote immer nur durch ein bestimmtes Milieu (z.B. Gymnasialschüler*innen aus einem bestimmten Stadtteil) angenommen werden.

Das erarbeitete Handbuch bietet praxisnahe Ideen, Methoden, Lesetipps und Erfahrungen, die zeigen, wie Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit ganz konkret und lebensnah verankert werden kann. Hervorzuheben ist dabei die Rolle von Kooperationen. Denn besonders wirkungsvoll ist es, wenn Akteur*innen aus verschiedenen Engagementfeldern zusammenarbeiten. Hier erschließt sich ein großes Potenzial für Synergien und gegenseitige Lerneffekte. 

Das Handbuch will Mut machen, neue Wege zu gehen: Kooperationen zu wagen, Peer-to-Peer-Lernen zu fördern und Themen so zu gestalten, dass sie berühren, motivieren und verbinden. 

Im Schulprogramm präsentiert das Team der Klimabuchmesse jedes Jahr Bücher, die sich als Lektüre in der Schule eignen. Zusätzlich zur Präsentation der Buchlektüren auf den Lesungen der KBM stellen Lehrkräfte aus unserem KBM-Team pädagogisches Material (mit Sequenz- und Verlaufsplänen und Arbeitsblättern) zur Einbindung in den Unterricht zur Verfügung. So könnten die vorgestellten Bücher ohne großen Zeit- und Ressourcenaufwand im Unterricht (vor-)gelesen und erarbeitet werden.

Die Unterrichtsreihe „Rechte der Natur: Für die Rettung unserer natürlichen Lebensgrundlagen dringend nötig?“ wurde im Zusammenhang mit den Veranstaltungen der Klimabuchmesse 2025 und 2026 konzipiert. Sie ist Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse und der Oberstufe empfohlen. 

Sie setzt sich aus drei Unterrichteinheiten zusammen: Die erste und zweite Unterrichtseinheit laden zu einer kontroversen Auseinandersetzung mit dem Konzept der Rechte der Natur ein. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ausgewähltes Videomaterial sowie Texte und Schaubilder im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Sie wägen Argumente pro und kontra ab und beziehen Stellung zu der Frage: Können Eigenrechte der Natur unsere natürlichen Lebensgrundlagen besser schützen, als das bisherige Umweltrecht und die Umweltverbandsklage und wenn ja, inwieweit?

Anschließend beurteilen sie, ob ein Rechtssystem umsetzbar ist, das die Natur als Rechtssubjekt einbezieht und überlegen, welche Folgen eine ökologisch orientierte Rechtsordnung für Mensch und Natur haben könnte. Die dritte, abschließende Unterrichtseinheit schlägt zwei verschiedene Gestaltungsaufgaben zur Auswahl vor, in denen Gesetzestexte zu Eigenrechten der Natur entworfen werden können.

„Marine Ökosysteme im Wandel: Seegraswiesen, Belastungsfaktoren und nachhaltige Perspektiven (SDG 14)“ ist ein kompaktes Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II im Fach Biologie. Die fünfteilige Einheit behandelt zentrale Bereiche der Ökologie, darunter Wechselwirkungen in Lebensgemeinschaften, Biodiversität und Stoff und Energiefluss in Ökosystemen.

Im Fokus steht die Seegraswiese als Ökosystem: ihre Rolle als Lebensraum hoher Biodiversität, ihre Funktion für Nahrungsnetze und Küstenschutz sowie ihre Bedeutung als Blue Carbon Speicher. Gleichzeitig macht das Material die Auswirkungen zentraler Belastungsfaktoren wie Klimawandel und Fischerei sichtbar und zeigt, wie menschliche Eingriffe ökologische Gleichgewichte beeinflussen. Diese Inhalte entsprechen typischen Oberstufen Schwerpunkten wie Energiefluss, Stoffkreisläufe und ökologischen Wechselwirkungen.

Durch Video und Audiomaterial erhalten Schüler*innen einen authentischen Einblick in das weltwärts Projekt Marine Conservation Cambodia und die Arbeit der weltwärts-Freiwilligen Nora vor Ort. Arbeitsblätter, Methodenimpulse und Bezüge zur Agenda  2030 (SDG 14 „Leben unter Wasser“) ermöglichen einen praxisnahen und handlungsorientierten Zugang zum Thema Meeresschutz.