Das Bundeskabinett hat am 24. Juni 2026 den von der Bundesbildungsministerin Karin Prien vorgelegten Achten Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beschlossen. Der Bericht vermittelt ein breites Bild, wie sich die Verankerung von BNE auf Bundes- und Länderebene, in den Kommunen sowie auch in der internationalen Zusammenarbeit entwickelt hat.

Wie lässt sich Desinformation entlarven und Verantwortung für eine gerechtere Welt übernehmen? Mit dieser Frage haben sich Schüler*innen aus ganz Deutschland im Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ beschäftigt. Nun wurden die Gewinner*innen der zwölften Wettbewerbsrunde in Berlin ausgezeichnet. Rund 250 Schüler*innen und Lehrkräfte nahmen an der Preisverleihung im Historischen Stadtbad Oderberger teil.

Insgesamt gewannen Preisträger*innen aus 10 Bundesländern einen der 22 Haupt- oder Sonderpreise in fünf verschiedenen Kategorien. Eine Übersicht über alle Preisträger*innen gibt es auf der verlinkten Website.

Wettbewerbsthema 2025/2026: „Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!“

Unter dem Motto „Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!“ entwickelten Schüler*innen kreative Beiträge zum Umgang mit Desinformation. Der Wettbewerb richtet sich an alle Jahrgangsstufen und Schulformen. Bundesweit beteiligten sich mehr als 19.000 Schüler*innen mit über 400 Beiträgen.

Über den Schulwettbewerb

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Seit dem Schuljahr 2003/2004 findet der Wettbewerb alle zwei Jahre statt und verfolgt das Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen und Schulformen zu verankern und Kinder und Jugendliche für globale Themen und Herausforderungen zu sensibilisieren. 

Die Einheit von Erde, Natur und Menschen. Erd-Charta-Jubiläumstagung

Wie können wir in Zeiten vielfältiger Krisen Verbundenheit, Orientierung und Zuversicht stärken? Die Erd-Charta-Jubiläumstagung lädt dazu ein, gemeinsam innezuhalten, Erfahrungen zu teilen und neue Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Es gibt inspirierende Vorträge, Workshops, Geschichten, Begegnungen und ein Kinderprogramm. Die Teilnehmenden können gemeinsam erkunden, was sie mit der Erde, der Natur und miteinander verbindet. Die Tagung versteht sich als lebendiger Ort des Dialogs – und als Einladung, Wandel weiterhin gemeinsam zu gestalten. 

SDGs und Poesie

Die Veranstaltung verbindet die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) mit kreativen und sprachlichen Ausdrucksformen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Themen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und globales Zusammenleben durch Sprache und Poesie erfahrbar gemacht werden können.

Wie hängen Klimawandel, Umweltzerstörung und Frieden zusammen? Und wie können junge Menschen selbst aktiv zu Frieden, Gerechtigkeit und Umweltschutz beitragen?

Die interaktiven Friedenstage von Pro Peace verbinden Friedensbildung mit Klima- und Umweltschutz. In altersgerechten 90-minütigen Workshops entdecken Schüler*innen der Klassen 5–10 globale Zusammenhänge von Umwelt- und Friedensfragen und lernen den Ansatz des Environmental Peacebuilding kennen: Frieden fördern durch gemeinsamen Schutz unserer Lebensgrundlagen.

Mit interaktiven Methoden wie Rollen- und Kooperationsspielen, kleinen Theaterszenen oder Perspektivwechsel-Übungen werden Empathie, Dialogfähigkeit und Zusammenhalt gestärkt. Die Jugendlichen entwickeln eigene Ideen für nachhaltiges und friedliches Handeln – in der Schule, im Alltag und darüber hinaus. Dabei erfahren sie auch, wie sie ihre Interessen und Ideen demokratisch einbringen und sich aktiv für Veränderungen in Schule, Kommune und Gesellschaft engagieren können.

Ergänzt werden die Workshops durch kreative Umwelt- und Friedensaktionen an der Schule: von Blühflächen und Müllsammelaktionen über Schulgärten bis hin zu Friedensläufen oder gemeinsamen Aktionen für mehr Nachhaltigkeit, Mitbestimmung und friedliches Miteinander.

Lehrkräfte, die Interesse haben, diesen Projekttag an ihre Schule zu holen, können Pro Peace einfach per Mail kontaktieren (friedenstag@propeace.de).

Bauernhof, Bildung und Bio-Kiste

Kinder lernen besonders gut, wenn sie Dinge selbst erleben, entdecken und praktisch ausprobieren können. Landwirtschaftliche Betriebe bieten dafür vielfältige Möglichkeiten: Gemüse wächst auf dem Feld, Tiere werden versorgt, Lebensmittel geerntet und verarbeitet und oft gibt es auch die Möglichkeit, eine Bio-Kiste mit Obst und Gemüse zu beziehen.

Escape Games in der Bildungsarbeit

Escape Spiele können in der Bildungsarbeit mehr als nur ein spielerisches Element sein: Sie ermöglichen einen niedrigschwelligen Einstieg in komplexe Themen und fördern aktives, kooperatives Lernen. In dieser zweitägigen Multiplikatorinnen/Multiplikatoren-Schulung setzen sich die Teilnehmenden praxisnah mit diesem Ansatz auseinander. 

Im Zentrum stehen zwei Escape Spiele:

Das vorliegende Bildungsmaterial für die Klassen 3–12 rückt Ernährung in den Mittelpunkt – einen Bereich, in dem sich globale Zusammenhänge besonders anschaulich vermitteln lassen.

Ab Klasse 3 eröffnen kreative Zugänge mit dem Erste-Hilfe-Koffer Ernährung spielerisch Einblicke in nachhaltige Ernährung und globale Zusammenhänge.

In der Sekundarstufe I lernen die Schüler*innen den Alltag Gleichaltriger in Sambia kennen, entdecken die Grundideen der Permakultur und entwickeln Projektideen, die Klimagerechtigkeit im eigenen Umfeld erfahrbar machen.

In der Sekundarstufe II bieten vertiefende Materialien eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit der Ethik des Genug, globalen Landwirtschaftssystemen, theologischen Perspektiven und Fragen der Klimagerechtigkeit – für ein umfassendes Verständnis, das Denken und Handeln verbindet.

Fokus Afrika

Das Afrikabild in Deutschland bzw. Europa ist oft sehr einseitig geprägt. Dabei finden auf unserem Nachbarkontinent sehr viele spannende, z.T. widersprüchliche Entwicklungen statt. Doch darüber erfahren wir selten etwas. Das will unsere Seminarreihe „Fokus Afrika“ ändern. 

Denn es gibt durchaus Konzepte und Visionen zur Transformation Afrikas. Was sie beinhalten, wo sie verwirklicht werden und woran sie scheitern, wollen wir genauer beleuchten.