Für die 7. Wissenschaftstagung Lernort Bauernhof vom 25. bis 27. September 2026 an der Universität Kassel (Standort Witzenhausen, Fachbereich 11 Ökologische Agrarwissenschaften) können Beiträge eingereicht werden. Die Tagung steht unter dem Titel „Aus der Krise in die Zukunft – handlungsfähig durch den Lernort Bauernhof!“ und befasst sich mit der Rolle landwirtschaftlicher Lernorte in Zeiten gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Krisen. Im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden Potenziale des Lernorts Bauernhof als außerschulischer Bildungsort und Begegnungsraum in den Blick genommen.

Ziel ist der fachliche Austausch zu aktuellen Forschungsergebnissen, Praxisreflexionen und innovativen Konzepten. Eingereicht werden können wissenschaftliche Kurzvorträge (30 Minuten inkl. Diskussion), praxisnahe Workshops (90 Minuten) sowie weitere innovative Formate. Thematische Schwerpunkte sind u. a. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Nature of Science, transformatives Lernen, didaktische Konzepte, Methoden sowie neue Lernformate auf landwirtschaftlichen Lernorten. Inter- und transdisziplinäre Beiträge aus Bildungswissenschaft, Fachdidaktiken, Agrarwissenschaft, Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, Geographie, Psychologie und verwandten Disziplinen sind erwünscht.

Abstracts (max. zwei Seiten) können bis zum 30. April 2026 per E-Mail eingereicht werden. Wissenschaftliche Beiträge sollen Problemstellung, Zielsetzung, Methodik und Ergebnisse darstellen; Workshops sind hinsichtlich Thema, Ziel und Methodik zu skizzieren. Eine Benachrichtigung über die Annahme erfolgt bis zum 30. Juni 2026.

Die Tagung wird im Rahmen der Wissenschaftsinitiative der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof (BAGLoB e.V.) durchgeführt und findet unter Beteiligung des Niedersächsischen Netzwerks sowie der Fördermaßnahme „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ statt.

Nord-Süd-Schulpartnerschaften gestalten – Tansania aktuell: politische und gesellschaftliche Entwicklungen und ihr Einfluss auf Schulpartnerschaften

Stärkung der Handlungssicherheit im Umgang mit sensiblen politischen und gesellschaftlichen Themen

Die digitale Fortbildungsreihe adressiert den Bedarf vieler Schulen, internationale Schulpartnerschaften praxisnah und nachhaltig zu gestalten, auch ohne aufwendige Begegnungsreisen. Aufbauend auf Erfahrungen von PROBONO Schulpartnerschaften für Eine Welt e. V. werden konkrete, niedrigschwellige Methoden, erprobte Formate und kreative Ansätze vermittelt, die eine dialogorientierte, reflektierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe im schulischen Alltag ermöglichen.

Nord-Süd-Schulpartnerschaften gestalten – Was sagt die Wissenschaft über Nord-Süd-Schulpartnerschaften?

Einordnung der eigenen Praxis in aktuelle wissenschaftliche Diskurse

Die digitale Fortbildungsreihe adressiert den Bedarf vieler Schulen, internationale Schulpartnerschaften praxisnah und nachhaltig zu gestalten, auch ohne aufwendige Begegnungsreisen. Aufbauend auf Erfahrungen von PROBONO Schulpartnerschaften für Eine Welt e. V. werden konkrete, niedrigschwellige Methoden, erprobte Formate und kreative Ansätze vermittelt, die eine dialogorientierte, reflektierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe im schulischen Alltag ermöglichen.

Die Broschüre „Awareness in Bildungsräumen“ befasst sich mit der bewussten und verantwortungsvollen Gestaltung von Bildungsräumen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen, Diskriminierung und Ausschlüssen – auch in ihren weniger sichtbaren Formen. Awareness wird dabei als fortlaufender Prozess verstanden, der sich mit veränderten Kontexten, neuen Erkenntnissen und sprachlichen Entwicklungen weiterentwickelt.

Die Broschüre versteht sich nicht als verbindliches Regelwerk, sondern als Arbeitsmaterial, das ergänzt, angepasst und weiterentwickelt werden kann. Sie greift auf vielfältige Wissensbestände zurück, die in sozialen Bewegungen, marginalisierten Communities, Bildungskontexten und selbstorganisierten Räumen entstanden sind. In diesem Sinne ist sie als Beitrag zu einem kollektiven Lernprozess angelegt und stellt eine Momentaufnahme dar.

Das Material richtet sich an Personen, die Bildungsangebote planen, begleiten oder moderieren und diese reflektierter sowie inklusiver gestalten möchten. Es bietet Impulse zur Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung und unterstützt dabei, erste konkrete Schritte in Richtung einer diskriminierungssensiblen Praxis zu entwickeln.

Lerntagebuch gegen Diskriminierung

Das Buch „Anders machen“ richtet sich an junge Menschen, die sich am Übergang von der Schule in das Berufsleben befinden.

Es ist ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern aktiv bearbeitet und auch im Unterricht eingesetzt werden kann. Herausgegeben wird das 128-seitige Lerntagebuch von der Baden-Württemberg Stiftung und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) im Rahmen des Projektes zur werteorientierten Demokratiebildung „Läuft bei Dir! Werte. Wissen. Weiterkommen“.

„Anders machen“ beschäftigt sich mit dem Thema Diskriminierung. Die kurzweiligen Kapitel orientieren sich an zentralen Lebensbereichen Jugendlicher wie etwa Ausbildung, Beruf oder Freizeit. Ausgehend von persönlichen Werten und der eigenen Identität, werden verschiedene Diskriminierungsformen, deren Auswirkungen auf Betroffene sowie Möglichkeiten des Umgangs damit beleuchtet.

Das Lerntagebuch zeichnet sich insbesondere durch die interaktive und kreative Gestaltung aus: Das Buch darf und soll bearbeitet und mit eigenen Anmerkungen und Illustrationen versehen werden. Ergänzt wird es durch auditive Elemente, die über QR-Codes abrufbar sind. Die kurzen Texte, Grafiken und Aufgaben sind so konzipiert, dass sie ohne Vorkenntnisse im Unterricht und in der außerschulischen pädagogischen Arbeit eingesetzt werden können.

Diese Unterrichtseinheit für das Fach Biologie (Sekundarstufe II, Klassen 11–12) vermittelt den Schülerinnen und Schülern ein umfassendes Verständnis des Rohstoffs Holz:

  1. Die Unterrichtseinheit umfasst 4–6 Unterrichtsstunden und enthält Arbeitsblätter und Materialien, die selbstständiges und kooperatives Arbeiten ermöglichen.
  2. Holz im Ökosystem Wald: Die Lernenden erkunden den Wald als Lebensraum und Ressource, verstehen Aufbau und Funktion des Ökosystems und lernen, warum Waldschutz ökologisch wichtig ist.
  3. Holz als Rohstoff und Ressource: Die Einheit führt Begriffe wie Rohstoff, Ressource und Reserve ein und zeigt, wie Holz gewonnen, verarbeitet und genutzt wird – von der nachhaltigen Waldwirtschaft bis zum Einsatz als Baustoff z. B. in Dachkonstruktionen.
  4. Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven: Es werden Methoden zur Verlängerung der Holz-Langlebigkeit, Qualitätsstandards (z. B. Gütesiegel) und der nachhaltige Umgang mit Holzprodukten thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekten der Ressourcennutzung auseinander.

Kurz gesagt: Die Einheit verknüpft biologisches Wissen über Ökosysteme und nachwachsende Rohstoffe mit praxisbezogenen Fragestellungen, die den Bogen zum Handwerk und zur nachhaltigen Nutzung von Holz als Baustoff spannen.

Das Portal „handwerk-macht-schule.de“ ist ein kostenloses digitales Lehr- und Lernportal, das Lehrkräften Lehr- und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellt, die Themen des Handwerks mit schulischen Lehrplänen verbinden. Es richtet sich an allgemeinbildende Schulen von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe und zeigt die Vielfalt, Zukunftspotenziale und gesellschaftliche Relevanz von handwerklichen Themen auf – zum Beispiel Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Technik, Ökologie und Innovation. Die Materialien sind praxisnah, lebensweltorientiert und lehrplanbezogen, damit sie direkt im Unterricht eingesetzt werden können. Träger des Portals sind Verbände des deutschen Handwerks gemeinsam mit Partnern wie dem Lehrer-Online-Netzwerk. 

Auf der neuen Bildungsseite von Survival International finden sich eine Vielzahl an Materialien zu indigenen Völkern und ihren Rechten, darunter:

•          Videos und Klanglandschaften
•          Leitfäden für den Unterricht in Grund- und weiterführenden Schulen
•          Materialien für aktives Engagement

Die Inhalte rücken die Stimmen indigener Menschen in den Mittelpunkt und eignen sich sowohl für den schulischen Unterricht als auch für außerschulische Bildungsprojekte mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen.

Die Materialien verbinden altersgerechte Einblicke in das Leben indigener Völker mit Themen wie Menschenrechte, Teilhabe und globalen Herausforderungen. Im Fokus stehen dabei Kompetenzen wie Perspektivwechsel, kritisches Denken und gesellschaftliche Verantwortung, die sich gut in fächerübergreifende und lehrplanbezogene Unterrichtskonzepte einbinden lassen.

Dieses Handbuch richtet sich an Organisationen, die zu gerechteren und nachhaltigeren Lieferketten beitragen wollen. Es richtet sich nicht nur an große Interessenvertretungen, sondern auch an kleine Gemeinschaftsinitiativen, Sportvereine, Jugendorganisationen und Basisbewegungen.

Ganz gleich, ob lokale NGO, die sich für die Möglichkeit Veränderungen herbeizuführen oder die Rechte von Arbeitnehmern einsetzen,  ein Sportverein, der seine Ausrüstungslieferanten überprüft oder eine große Organisation, die sich für die Rechenschaftspflicht von Unternehmen einsetzt sind – dieser Leitfaden gibt praktische Instrumente an die Hand, um zu bewerten, nachzudenken und zu handeln.

NGOs können ihre Interessenvertretung stärken, indem sie die Gerechtigkeit in der Lieferkette in die tägliche Arbeit integrieren. Dazu gehören die Schulung von Mitarbeiter*innen in ethischen Praktiken, die Verankerung von Fairness in der Beschaffungspolitik und die Hervorhebung der Lieferkettengerechtigkeit in der Kommunikation. Indem sie ihre Tätigkeiten an ethischen Werten ausrichten, gehen NGOs mit gutem Beispiel voran und inspirieren andere dazu, gerechtere und nachhaltigere Lieferketten zu unterstützen.

Dieses Handbuch ist ein praktischer Leitfaden, der Organisationen hilft, die Komplexität globaler Lieferketten zu verstehen und sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen. Es bietet:

• Grundlegendes Wissen über Ungerechtigkeiten in der Lieferkette und ihre Ursachen.
• Instrumente zur Selbsteinschätzung, um das Bewusstsein und die Wirkung einer Organisation zu bewerten.
• Praktische Strategien für Interessenvertretung, politisches Engagement und ethischen Einkauf.
• Fallstudien, die Beispiele aus der Praxis für positive Veränderungen zeigen.
• Ressourcen und Werkzeuge für kontinuierliches Lernen und Zusammenarbeit.

Jugendbeteiligung durch Nord-Süd-Schulpartnerschaften fördern

Worum geht es?

Schulpartnerschaften eröffnen vielfältige Möglichkeiten, Jugendliche aktiv in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse einzubeziehen. Auf diese Weise übernehmen sie Verantwortung, erfahren Selbstwirksamkeit und erlernen demokratisches Handeln in der Praxis. Gleichzeitig setzen sie sich mit globalen Themen auseinander, die an ihre Lebenswelten anknüpfen, und entwickeln zentrale Kompetenzen für ein Engagement für eine nachhaltige und gerechte Zukunft.