Starke Verbraucher von Anfang an! Dafür setzt sich das Netzwerk Verbraucherschule ein. Das Netzwerk unterstützt Schulen dabei, junge Menschen fit zu machen für die Tücken des Konsumalltags. Gesund leben, klug mit Geld umgehen, klimafreundlich handeln. Themen der Verbraucherbildung gibt es viele – und Schulen füllen sie auf unterschiedliche Weise mit Leben.

Das Netzwerk Verbraucherschule des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) unterstützt und fördert dieses Engagement. Es gibt bundesweit interessierten Schulen Starthilfe bei der Umsetzung, bietet regelmäßig aktuelle Informationen, unterstützt mit Online-Fortbildungen und bringt Lehrende zusammen. Aktive Schulen können sich zudem um die Auszeichnung Verbraucherschule bewerben. 

Das Netzwerk Verbraucherschule bietet praktische Unterstützungsangebote für Lehrkräfte rund um die Themen Nachhaltigkeit, Ernährung, (digitale) Medien oder Finanzen an. Zum Angebot gehören:

  • ein Starter-Kit für neue Schulen im Netzwerk mit Ideen für Verbraucherbildung in Unterricht und Schulalltag

  • Online-Fortbildungen für Lehrkräfte mit Wissen und Anregungen für den Unterricht

  • regelmäßige Informationen zu aktuellen Themen der Verbraucherbildung

  • Netzwerktreffen für den Austausch mit anderen engagierten Lehrkräften

Eine Anmeldung im Netzwerk ist jederzeit kostenlos möglich. 

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit anlässlich der Weltkonferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Erstmals wird die Aktion auf der Webplattform Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit gebündelt.

Mitmachen können alle, die sich mit einer konkreten Aktion für die Umsetzung der globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen einsetzen möchten: Initiativen, Stiftungen, Schulen, Kindergärten, Universitäten, Kirchen, Unternehmen, soziale Einrichtungen, Umwelt- und Entwicklungsverbände, Kommunen, Stadtwerke, Behörden, Ämter und Ministerien, aber auch Privatpersonen, die in ihrem persönlichen Umfeld eine Aktion starten möchten.

2024 wurden knapp 2.000 Aktionen angemeldet – und machten die Aktionstage wieder einmal bunt und spannend. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Biodiversität. Das Gemeinschaftswerk Nachhaltigkeit freut sich darauf, auch 2025 wieder viele Menschen zu inspirieren und zu unterstützen, mit zahlreichen Aktionen ein Zeichen für eine nachhaltigere Welt zu setzen. 

In diesem Jahr finden die Aktionstage vom 18. September bis 08. Oktober statt. Die Frage Kann man Zukunft essen? soll das weite Feld der Ernährung in den Fokus nehmen. Ein Schwerpunktthema bedeutet aber nicht, dass alle Aktionen zu diesem Thema beitragen müssen. 

Inhaltlicher Bezugspunkt für alle Aktionen ist die „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Jeder Teilnehmende an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit wird daher gebeten, sein Engagement den Globalen Zielen für Nachhaltige Entwicklung zuzuordnen.

Entwicklungsorganisationen aus NRW haben eine Datenbank mit Unterrichtsmodulen erstellt, die Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen und verschiedener Fächer Anregungen für Themenfelder einer global-nachhaltigen Entwicklung liefert.

Zu den Modulen gehören eine aktuelle Darstellung des Sachstandes, Vorschläge für das unterrichtliche Vorgehen und Links zu weiteren didaktischen Materialien und Medien. Das Angebot ist nicht nur in NRW, sondern auch in anderen Bundesländern nutzbar. Module und Arbeitsblätter sind nach OER-Standard (CC-BY-SA) frei nutzbar.

Die rund 150 Unterrichtsmodule sollen Lehrkräften aller Schulformen helfen, Themenfelder des Globalen Lernens/BNE im Unterricht aufzugreifen.

bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.) setzt sich dafür ein, dass BNE auch in der inklusiven Bildung, schulisch und außerschulisch, stattfindet und arbeitet im Rahmen einzelner Projekte an der Erstellung inklusiver Bildungsmaterialien zu Themen der BNE, Ausstellungen und Fortbildungsangeboten für Pädagog*innen.

Folgende Ausstellungen stehen derzeit zur Ausleihe bereit:

- Die Ausstellung „Entwicklung ist für alle da“ zeigt auf 12 Informationstafeln auf, was eine inklusive Entwicklung bedeutet und wie diese praktisch umgesetzt werden kann.
- Die Ausstellung „World wide work – Bekommen wir, was wir verdienen“ stellt auf 13 Informationstafeln unterschiedliche Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern weltweit dar und zeigt elf Menschen mit und ohne Behinderung aus    Deutschland, Afrika, Asien und Lateinamerika und wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen
- Zu den nachhaltigen Entwicklungszielen hat bezev in Kooperation mit lokalen Partnern ebenfalls eine multimediale und interaktive Wanderinstallation erstellt.

Anfragen können direkt an bestellungen@bezev.de gesendet werden.

Der berufsbegleitende Studiengang an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) vertieft die Theorie hinter BNE, Globales Lernen, Umwelpsycholgie und angrenzenden Themen und bereitet die Studierenden durch Praxismodule auf das Arbeitsleben vor. Das Studium findet fast ausschließlich online statt. Lediglich für wenige Wochenenden im Semester finden Veranstaltungen vor Ort statt. Neben der Vermittlung bestehender BNE-Konzepte werden die Studierenden dazu angeregt, auch selbst BNE-Projekte zu entwickeln und Bildungs- und Transformationsprozesse zu gestalten.

Die Lehre ist modern gestaltet und flexibel an die Arbeitszeiten anpassbar. Nach 5 Semestern erlangen die Studierenden ihren Abschluss und sind dazu befähigt, BNE-Konzepte selbst in ihren Organisationen voranzubringen.

Die Bewerbung für das kommende Wintersemester ist noch bis zum 31. August 2025 möglich.

Zertifikatskurse: Bildung – Nachhaltigkeit – Transformation

Die Module des Studiengangs lassen sich auch einzeln als Zertifikatskurse im Rahmen eines Qualifizierungsangebots belegen.

Die Teilnahme ist unabhängig vom Wohnort möglich und bietet die Möglichkeit, in kurzer Zeit kompaktes Wissen auf akademischem Niveau für die berufliche Praxis zu erwerben.
Zu den Zertifikatskursen „Einführung in die nachhaltige Entwicklung“, „Bildungswissenschaften“ und „Umweltpsychologie“ werden zudem im August und September Info-Lunches angeboten. In diesen kurzen Online-Meetings in der Mittagspause werden alle wichtigen Informationen zu den Kursen vermittelt und Fragen beantwortet.

Das Ministerium für Schule und Bildung NRW hat gemeinsam mit UNICEF DEUTSCHLAND und EDUCATION-Y ein Angebotsformat für alle Schulformen entwickelt, das Schulen darin unterstützt, die UN Kinderrechtskonvention in den Mittelpunkt ihrer Planungen, Strategien und Praktiken stellen. Damit sind die Rechte der Kinder und Jugendlichen normativer Bezugspunkt schulischer Entwicklung, an denen sich eine inklusive, demokratische und respektvolle Schulkultur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ausrichtet.

Das Programm ist in Struktur und Inhalt eng an die von UNICEF International begleiteten Rights Respecting Schools in Großbritannien angelehnt. Darüber hinaus unterstützt das Programm ausdrücklich alle Erwachsenen in ihrer Rolle als Pflichtenträger, die die Umsetzung der Rechte der Kinder und Jugendlichen gewährleisten.

Brot für die Welt sucht Freiwillige, die Lust haben, sich sozial zu engagieren und ein Jahr im Ausland in einem entwicklungspolitischen Projekt mitzuarbeiten. Ob Afrika, Asien oder Lateinamerika – rund 400 engagierte Freiwillige konnten im Rahmen des weltwärts-Programms bereits wichtige Lernerfahrungen in Projekten unserer internationalen Partnerorganisationen sammeln.

Brot für die Welt ist als weltweit tätiges Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland in mehr als 90 Ländern rund um den Globus aktiv. Seit 2008 entsendet die Organisation junge Erwachsene im Rahmen des weltwärts-Programms. 

Ab dem 15. August 2024 können sich Interessierte für einen Einsatz mit Ausreise im August 2025 bis zum 27.10.2024 bewerben. Brot für die Welt entsendet nach Costa Rica, Kambodscha und Sambia.

Die Auszeichnungen „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ und „Schule der Nachhaltigkeit“ werden seit 2016 an Grundschulen in Hessen vergeben, die nachhaltige Entwicklung als Aufgabe der ganzen Schule umgesetzt und verankert haben.

Ziel der Auszeichnungen ist es, Schulen zu ehren, die sich im Unterricht und darüber hinaus systematisch, langfristig und umfassend Themen nachhaltiger Entwicklung widmen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihrer Schule implementiert haben. Gewürdigt wird das Engagement im Bereich Unterricht, Schulleben, Kooperation und Vernetzung, Partizipation und Kommunikation sowie Schulmanagement. Die Auszeichnungen orientieren sich an den von den Vereinten Nationen im September 2015 verabschiedeten 17 globalen Zielen nachhaltiger Entwicklung und dem Orientierungsrahmen zum Lernbereich Globale Entwicklung.

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vergibt die Auszeichnungen in Abstimmung mit dem Kultusministerium Hessen. Bei der letzten Auszeichnungsrunde 2021 sind 17 Schulen in Hessen ausgezeichnet worden: Sieben Schulen für das Schuljahr der Nachhaltigkeit und zehn Schulen der Nachhaltigkeit. Die nächste Auszeichnung findet im Jahr 2023 statt.