Ein Blick hinter den Kulissen der Textilindustrie
Fairtrade setzt alles daran, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen und -arbeitern besser werden. Der Filmemacher André D'Elia hat sich in Indien umgeschaut und zeigt in dem eindrucksvollen Video, wie die Bedingungen in der dortigen Textilindustrie sind – und was Fairtrade konkret macht, um sie zu verbessern. Mit dabei ist auch die Influencerin und Journalistin Louisa Schneider.
Noch immer werden Arbeiterinnen und Arbeiter entlang der textilen Produktionskette systematisch ausgebeutet. Nur so können Unternehmen große Mengen an Kleidung innerhalb kürzester Zeit und zu Billigpreisen anbieten. Um zu erfahren, welchen Unterschied Fairtrade vor Ort macht, tauchen Dokumentarfilmer André D’Elia und Klimajournalistin Louisa Schneider tief ein in Indiens Textilindustrie.
Die Kampagne "Good Clothes, Fair Pay", auf die im Film Bezug genommen wird, ist eine EU-weite Bürgerinitiative, die existenzsichernde Löhne in der Bekleidungs-, Textil- und Schuhindustrie fordert. Weitere Informationen gibt es auf fashionrevolution.org/good-clothes-fair-pay/.
In diesem Handbuch fügen die beiden Autor*innen ihre Erfahrung aus vielen Jahren Naturbildungsarbeit und Globalem Lernen zusammen. Umfangreiche und erprobte Methoden inspirieren zum unmittelbaren und hautnahen Erleben der Elemente. Eine Vielzahl an spielerischen, forschenden und kreativen Zugängen, vor allem aber das direkte sinnliche Erfahren findet sich in den Praxisteilen.
Das Buch bietet mehr als nur praktische Anleitungen. Es führt den/die Leser*in durch fachlich-wissenschaftliche Hintergrundinformationen und zu vielschichtigen ökologischen Zusammenhängen. Der Blick wird dabei auf die Elemente als Grundlage für das Leben auf der Erde gerichtet und aktuelle Umweltveränderungen wie die Klimakrise miteinbezogen.
Begleitende Texte runden Theorie und Praxis des Handbuchs ab. Diese zeigen u.a. die Wichtigkeit von Naturerfahrung für die Entwicklung von Kindern hin zu selbstbewussten, selbstwirksamen und beziehungsfähigen Menschen auf.
Das Handbuch ist ein Fundus für pädagogische Fachkräfte und Menschen, die mit Kindern arbeiten, um für die Praxis aus dem Vollen zu schöpfen. Mit Kopf, Herz und Hand führt es in eine tiefere Auseinandersetzung mit Feuer, Wasser, Erde und Luft. Es zeigt in seiner Komplexität die Echtheit und Direktheit des Erlebens der Elemente. Damit dient es als Grundlage für tiefgehende Erfahrungs- und Entwicklungsprozesse, im Verstehen der Welt und in unserer Anbindung an das Ökosystem Erde.
Die Publikation ist gegen eine Versandkostenpauschale erhältlich unter: Markus.Hirschmann[at]Bildung-trifft-Entwicklung.de
Unsere Ernährungsgewohnheiten, sei es der Verzehr von Hühnerbrust, Burger-Patty oder Käse, haben weitreichende globale Auswirkungen auf Menschen, Ökosysteme und das Klima. Doch wie können die komplexen globalen Auswirkungen des Fleisch- und Milchkonsums in der außerschulischen Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verständlich und zielgruppengerecht vermittelt werden? Die neue Handreichung der ANU mit dem Titel "Von Hühnerfutter bis Fischfang: Globale Auswirkungen unseres Milch- und Fleischkonsums als Thema in der BNE" liefert hierzu sechs Lerneinheiten und Methoden.
Von Planspielen wie "Das schwimmende Hähnchen", das den Export von Geflügelfleisch nach Ghana thematisiert, über ein Regenwald-Mystery, in dem der Zusammenhang von Grillparty und Regenwaldabholzung aufzeigt wird, bis hin zu Methoden zum Wimmelbild "Ernährung - von Superkonsum bis Saatgutfestival": In der Handreichung werden die Lerneinheiten beschrieben, ihre Eignung für die Anwendung in außerschulischer BNE diskutiert und von Praxiserprobungen berichtet.
Die Handreichung steht kostenlos online zum Download zur Verfügung. Sie ist ein Ergebnis des ANU-Projekts GloPE 3 "Die globale Perspektive von Ernährung am Beispiel Milch- und Fleischkonsum". Das Projekt wurde gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Die Schäden und Folgen der Klimakrise werden spürbar extremer. Das setzt auch das demokratische Miteinander unter Stress. Deutschland bleibt stark, wenn Gesellschaft und Politik zusammenhalten und im Gespräch bleiben: Sind sich alle einig über die gemeinsamen und fairen Wege aus der Klimakrise? Werden alle gehört, die gehört werden wollen? Sind alle beteiligt, die betroffen sind? Dann ist unsere Gesellschaft im besten Sinne eine Klimademokratie.
Wählen gehen oder protestieren – das sind gute demokratische Rechte. Was oft fehlt, ist der persönliche Kontakt zu Politikerinnen und Politikern, das Gehörtwerden, das Mitredenkönnen. Gleichzeitig verschärfen manche die Klimadebatte und drohen, die Fronten zu verhärten. Mit dem Tag der Klimademokratie wird das Miteinander wieder in den Mittelpunkt gerückt und gezeigt, dass klimademokratischer Dialog möglich ist und wichtig bleibt. Die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger gehen gemeinsam und offen in den Dialog mit der Politik, weil das urdemokratisch ist. Ziel ist herauszufinden: Wer sind die Menschen, die die politischen Entscheidungen treffen? Kennen sie die brennendsten Klimafragen? Passen die Pläne des Bundestages dazu?
Dazu führen am Tag der Klimademokratie (14.05.2025) per Videokonferenz sehr viele Bürgerinnen und Bürger und Gruppen aus dem ganzen Land Klimagespräche mit Politikerinnen und Politikern des Bundestages. Ganz persönlich können die brennenden Klimafragen gestellt werden oder zugehört werden, wie der politische Plan für eine fossilfreie und faire Zukunft aussieht. Je mehr mitmachen, desto lebhafter wird die Klimademokratie!
Der Tag der Klimademokratie ist eine Initative von der Bürgerlobby Klimaschutz, German Zero und Together for Future.
Das kostenfreie Weiterbildungsangebot BNEhoch3 richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich non-formales und informelles Lernen (NIL) – also aus Einrichtungen wie Museen, Naturparks, Vereinen sowie an selbstständige Referent*innen.
Zur Auswahl stehen verschiedene Selbstlernmodule wie zum Beispiel „Gesellschaftliche Transformation verstehen und gestalten”, „Whole Institution Approach” oder „Digitalisierung und BNE”. Jedes Online-Modul nimmt ca. zwei Stunden Zeit in Anspruch und schließt mit einer Bescheinigung ab. Ob ein Modul oder alle zwölf Module – Teilnehmende können alle Lerninhalte kostenlos zur eigenen Weiterbildung nutzen und im eigenen Lerntempo belegen und abschließen.
BNEhoch3 ist ein Projekt des Wissenschaftsladens (WILA) Bonn und Zebralog. Es wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Kurskonzept basiert auf dem von Germanwatch 2022/2023 erarbeiteten und vom BMBF geförderten Konzept „BNE-Online-Selbstlernkurs für NIL-Bildungsakteure“.
Umweltkatastrophen, die Klimakrise, Kriege und wachsende globale Ungleichheit zeigen uns, dass wir unsere Lebens- und Wirtschaftsweise verändern müssen. Ein „weiter wie bisher“ ist nicht mehr möglich. Bildungsarbeit spielt hier eine wichtige Rolle. Sie informiert Menschen über Krisen und zeigt ihnen, wie sie selbst dazu beitragen könne, unsere Welt zu einem nachhaltigen und global gerechten Ort zu machen.
Aber wie sieht diese Zukunft eigentlich aus, auf die wir mit der Transformation hinwirken möchten? Wie genau müssen Lern- und Bildungsprozesse gestaltet sein, damit sie tatsächlich zu gesellschafts-politischen Veränderung beitragen können? Und welche Rolle spielt politischer Aktivismus in der Bildungsarbeit? In dieser Publikation werden diese und weitere Fragen mit Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Bildungspraxis und Politik diskutiert.
Die Publikation steht in deutscher und englischer Sprache zum Download bereit.
VENRO ist der Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungs-organisationen (NRO) in Deutschland. Der Verband wurde im Jahr 1995 gegründet. Ihm gehören aktuell rund 140 Organisationen an. Sie kommen aus der privaten und kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Humanitären Hilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Das zentrale Ziel von VENRO ist die gerechte Gestaltung der Globalisierung, insbesondere die Überwindung der weltweiten Armut. Der Verband setzt sich für die Verwirklichung der Menschenrechte und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen ein.
Der NRO Report „Feminist Journeys“ enthält Anregungen und Beispiele aus der VENRO-Mitgliedschaft, welche Wege zur Überwindung von patriarchalen Machtstrukturen und hinzu einer feministischeren Welt beschritten werden können. Er gibt Impulse für Veränderungsprozesse.
Die Art und Weise, wie die Erde abgebildet wird, ist nicht zufällig. Sie stellt einen Standpunkt dar und schreibt ein Weltbild fest. Welthaus dreht die Weltkarte um – und zeigt damit neue Perspektiven.
Die Weltkarte ist nicht nur ein Blickfang an jeder Wand – sie ist auch sehr gut für die Bildungsarbeit geeignet. Die Karte irritiert und wirft Fragen nach unserem „richtigen Weltbild“ auf: Warum sind die meisten Weltkarten europazentriert, in der Mercatorprojektion und nach Norden ausgerichtet?
Im Universum gibt es kein Oben und Unten. Bei der Übertragung der Weltkugel auf eine Karte kann jeder Ort das Zentrum bilden. Die vom Welthaus Graz angebotene Weltkarte ist gesüdet, flächentreu (Petersprojektion) und ozeanienzentriert: Europa ist plötzlich der Ferne Osten und im Vergleich zu Afrika winzig klein.
Die Weltkarte kann für € 9,80 zzgl. Versand bestellt werden (aktualisierte Auflage – neues Layout, Format: 100 x 70 cm, gefalzt auf 25 x 33,3 cm).
Darüberhinaus bietet das Welthaus auch eine Reihe digitaler Themenkarten an. Sie stehen auf dem Kopf und bieten ungewohnte und überraschende Einblicke in globale Themen. So zeigt die Karte "Freiheit in der Welt", wie es um den Zugang der Menschen zu politischen Rechten und bürgerlichen Freiheiten steht. Den Anteil der Unterernährten macht die Karte "Hunger" sichtbar. Wo die größten und kleinsten „Klimasünder:innen“ leben, zeigt die Karte "CO2-Ausstoß pro Kopf". Weitere Karten zeigen den Fleischkonsum pro Kopf, den Anteil der Bevölkerung, der das Internet nutzt und das Bruttonatinaleinkommen pro Kopf.
Das pädagogische Personal an Schulen, aber auch viele Schüler*innen sind verunsichert. An Demonstrationen für Demokratie und gegen autoritäres Denken teilnehmen und darüber zu sprechen, sich gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu engagieren – verstößt das gegen ein allgemeines politisches Neutralitätsgebot?
Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung bezieht in diesem Papier klar Position: Die Schule ist kein politisch neutraler Ort. Sie ist den demokratischen Prinzipien und Werten, wie etwa dem Schutz der Würde des Menschen und dem Schutz vor Diskriminierung, verpflichtet.
Welche pädagogischen Fachkräfte benötigen wir, um Lernenden zu helfen, sich mit den globalen Herausforderungen und deren Auswirkungen auseinanderzusetzen sowie sie darauf vorzubereiten? Dies ist die Frage, die sich hinter A Rounder Sense of Purpose (RSP) verbirgt. Dieses von Erasmus + finanzierte Projekt bringt erfahrene und engagierte Institutionen aus ganz Europa zusammen, um einen praktischen Kompetenzrahmen für Pädagog*innen zu entwickeln, die für eine gerechte und nachhaltige Welt ausbilden wollen.
Um auf eine gerechtere und nachhaltigere Welt hinzuarbeiten, muss die pädagogische Fachkraft idealerweise selbst über Nachhaltigkeitskompetenzen verfügen und in der Lage sein, diese bei den Lernenden zu entwickeln.
Das bedeutet, dass die pädagogische Fachkraft über folgendes verfügen muss:
A Rounder Sense of Purpose (RSP) soll insbesondere den zweiten dieser Punkte ansprechen und gleichzeitig zum ersten beitragen.
Der RSP-Kompetenzrahmen besteht aus zwölf BNE-Lehrkompetenzen. Diese können als Grundlage für ein Weiterbildungsprogramm und / oder zur Bewertung von pädagogischen Fachkräften verwendet werden, die ihre Fähigkeiten in Bezug auf eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbessern möchten.