Kann eine Erdbeere, Rübe oder Pechnelke politisch sein? Kann Moos oder Zuckerrohr gar Einfluss auf unsere moralischen und politischen Entscheidungen haben? Die kurze Antwort – ja, das können sie. „Die politische Pflanze“ als Wortmarke steht exemplarisch für die Tatsache, dass Ökosysteme, Wild- und Kulturpflanzen gleichermaßen Gegenstand politischer Erwägungen, Konflikte und Gesetzgebungen sind.
Als erstes denkt man sicherlich an Produkte von Kulturpflanzen aus tropischen Ländern, wie etwa Kaffee, Kakao oder Baumwolle. Deren Wertschöpfungsketten lassen Fragen nach der Umwelt, den Arbeitsbedingungen, den Löhnen und dem sozialen Umfeld der arbeitenden Menschen leicht entstehen. Auch ihre Handelsbedingungen und die Gestaltung der Marktpreise führen zu politisch relevanten, kritischen Fragen. Diese Fragen gelten selbstverständlich auch für die europäische Produktion. Beispielsweise ist Raps eine politische Pflanze wie kaum eine andere, ist er doch unmittelbar mit der Frage verbunden, ob die Ernte für Tank, Trog oder Teller gedacht ist und wie hoch die Biodiesel - Einspeiseverpflichtung der Mineralölfirmen ist. Auch Wälder und Moore, die als Klimasenken erhalten werden sollen, sind Gegenstand politischer Erwägungen. Dass insbesondere Wildpflanzen betroffen sind, zeigen völkerrechtlich verbindliche Verträge und internationale Vereinbarungen.
Die Didaktik der politischen Bildung und das Gewächshaus für tropische Nutzpflanzen der Universität Kassel leiten und koordinieren das Projekt seit Oktober 2019 zusammen mit vielen Projektpartnern. In gut zwei Jahren haben die Länderteams aus Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig Holstein entlang der 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 fächerübergreifende Bildungsangebote konzipiert und diese praktisch in Botanischen Gärten und Naturschutzakademien erprobt: Heraus kamen thematisch und methodisch breit gefächerte Angebote, die alle gemeinsam haben, dass sie botanisches Wissen über einzelne Pflanzen in den Mittelpunkt ihrer bildungspolitischen Auseinandersetzung stellen und Botanische Gärten und Naturschutzakademien zu Erlebnisorten politischer Bildung machen. Erprobt wurden Erlebnispfade, Pflanzenbestimmungskurse mit Exkursionen, Mitmachworkshops und Seminarreihen für Studierende und Schüler*innen und Online-Dialogabende für Multiplikator*innen. Das Projekt möchte Bildungspraktiker*innen und Pädagog*innen inspirieren und dazu einladen, neue Wege und Kooperationen in der Biodiversitätsbildung einzugehen.
Genau nachzulesen ist dies in beigefügtem Reader.
Professionelle entwicklungspolitische Bildungsarbeit erfordert es, ihre Qualität und Wirksamkeit regelmäßig zu überprüfen und gezielt zu verbessern. Die Inlandsförderung von Brot für die Welt lädt auch 2023 wieder ein zur Seminarreihe "Selbstevaluation in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Eine zertifizierte Seminarreihe in Modulen". Sie richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, die entwicklungspolitische Bildungsprojekte durchführen.
Die Seminarreihe erstreckt sich über das gesamte Jahr 2023. Sie bietet Akteurinnen und Akteuren der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit eine Einführung in die Selbstevaluation entwicklungspolitischen Bildungsarbeit (Basismodul) und Vertiefungsmöglichkeiten (Aufbauseminare I-III).
Die Seminare zur Vertiefung erfolgen in den Bereichen „Evaluation von Projektzielen mittels Kriterien und Indikatoren“ (Modul I), „Methoden der Datenerhebung“ (Modul II) und „Auswertung und Bewertung von Evaluationsdaten“ (Modul III).
Teilnehmende, die alle vier Module besucht haben, können ein Zertifikat der Pädagogischen Hochschule Weingarten für die erworbenen Kompetenzen im Bereich Selbstevaluation erhalten.
Die Teilnahme an den Modulen I – III setzt die Teilnahme am Basismodul voraus.
Seminartermine:
Basismodul: 17. – 18. März 2023
Modul I: 16. – 17. Juni 2023
Modul II: 22. – 23. September 2023
Modul III: 17. – 18. November 2023
Alle Termine werden als Online-Seminare angeboten. Die Seminare finden jeweils freitags und samstags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr statt.
Die Fortbildung bietet Brot für die Welt in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Weingarten, der agl (Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland) und mit VENRO (Verband Humanitäre Hilfe und Entwicklung) an.
Weitere Infos zu den Terminen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich im Dokument unten oder online.
Der Welthunger-Index (WHI, auf Englisch: Global Hunger Index, GHI) misst und vergleicht jährlich die Ausprägung von verschiedenen Hungerindikatoren wie Unterernährung und Kindersterblichkeit in der Welt, verschiedenen Regionen und einzelnen Ländern. Er soll zu einer stärkeren Wahrnehmung und einem besseren Verständnis des Kampfes gegen den Hunger führen und lenkt die Aufmerksamkeit auf jene Weltregionen, in denen zusätzliche Ressourcen am dringendsten benötigt werden, um den Hunger zu beenden.
Der Welthunger-Index 2024 zeigt: Der weltweite Fortschritt bei der Hungerbekämpfung hat sich in den letzten Jahren besorgniserregend verlangsamt. Mit Blick auf das erklärte Ziel der Weltgemeinschaft „Zero Hunger bis 2030“ gibt es kaum noch Fortschritte zu verzeichnen.
Frauen und Mädchen sind weltweit am meisten von Hunger und Mangelernährung betroffen und leiden unverhältnismäßig stark unter den Auswirkungen des Klimawandels. Daher steht das Thema Geschlechtergerechtigkeit im Mittelpunkt des WHI 2024. Denn: Gerechtigkeit und Gleichberechtigung sind entscheidend, um #ZeroHunger zu erreichen.
Alle Publikationen zum WHI 2024 (Bericht, Kurzfassung, Factsheet) können heruntergeladen oder als Print-Version bestellt werden. Zudem stehen auf der Website der Welthungerhilfe weitere Handlungsempfehlungen, aktuelle Fakten und Zahlen sowie eine interaktive Karte zur Verfügung.
Das "Datenblatt Entwicklungspolitik" möchte neueste statistische Daten (veröffentlicht überwiegend von den UN und ihren Unterorganisationen) über weltweite Entwicklungen auf übersichtliche Weise verfügbar machen.
Aktualisiert in dieser Ausgabe gegenüber II-2024 sind u.a. statistische Angaben zu Kindersterblichkeit, Verschuldung, Rüstungsausgaben und Entwicklungszusammenarbeit.
Der entwicklungspolitische Bezugsrahmen für alle statistischen Angaben sind seit Herbst 2015 die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen.
Das „Datenblatt Entwicklungspolitik“ wird zweimal im Jahr aktualisiert. Interessierte können die jeweils neueste Fassung des Datenblatts auch als Newsletter abonnieren, der zweimal pro Jahr erscheint (Bildung[at]welthaus.de).
Die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung muss allen Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden – unabhängig von ihren persönlichen Voraussetzungen oder Beeinträchtigungen.
Digitale Medien können dabei einen wichtigen Beitrag leisten: Sie bieten Chancen für gemeinsames, selbst bestimmtes Lernen und unterstützen gute, individuelle Förderung. Sie erhöhen außerdem Spaß und Motivation, denn sie sind ein fester Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen in einer digitalen Gesellschaft.
Welche Potentiale digital-inklusives Lernen für den Bildungsalltag konkret bietet, zeigt ein anschaulicher Animationsfilm der Aktion Mensch.
Endlich ist es soweit: Das Portal Globales Lernen ist mit neuem Design und neuen Funktionalitäten online! Unser Ziel ist es, den Nutzer*innen eine attraktive und übersichtliche Website zu bieten, die das umfassende Informations- und Bildungsangebot im Bereich Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung optimal zugänglich macht.
Im Zentrum des relaunchten Portals steht eine komplexe Suche mit vielen Filtermöglichkeiten, über die alle Angebote des Portals erfasst und die Ergebnisse übersichtlich präsentiert werden.
Filtern können Sie nach:
| Bildungsbereich | von frühkindlicher Bildung bis zu außerschulischer Bildung |
| Thema | Zur Auswahl stehen über 80 thematische Schlagworte von A wie Arbeit bis W wie Whole School Approach. |
| Format | Eine große Angebotsvielfalt steht zur Auswahl, z. B. Bildungsmaterial, Fortbildung, Podcast, Wettbewerb und vieles mehr. |
| Schulfach | wenn Sie nach fachspezifischen Angeboten suchen |
| Land | Hier können Sie nach einem bestimmten Land oder Bundesland suchen. |
| SDG | wenn Sie an Angeboten zu den 17 Nachhaltigkeitszielen interessiert sind |
| Anbieter | Hier können Sie sich die Angebote einer bestimmten Organisation anzeigen lassen. |
Selbstverständlich können Sie auch die offene Stichwortsuche nutzen und das Ergebnis dann weiter einschränken. Auch können Sie wie gewohnt das Menü nutzen, um sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen, oder einfach, um zu stöbern.
Sie kennen Ihr Angebot am besten! Über ein neues Uploadformular können Anbieter nun ihr Bildungsangebot mit Beschreibung und Verschlagwortung online an das Portal übermitteln. Auch Bilder und Dateien können gleich mit hochgeladen werden. Dies vereinfacht es Organisationen und Institutionen, ihre Bildungsangebote auf dem Portal zu präsentieren, und ermöglicht ein schnelles Prüfen und Onlinestellen durch die Redaktion.
Wir hoffen, dass Ihnen die neue Website gefällt und Sie darüber viele Anregungen für Schule, Bildungsarbeit und darüber hinaus erhalten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback – sei es Lob oder Kritik oder auch, wenn Sie frühere Inhalte vermissen. Nutzen Sie dafür gerne unser Kontaktformular.
Die OER-Strategie des BMBF beschreibt die Ausgangssituation und Handlungsfelder für die Förderung offener und freier Bildungsmaterialien und für die Entwicklung digitaler Bildung. Bildungsbereichübergreifend werden Ziele und Förderthemen beschrieben.
Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung ist inzwischen nahezu unbestritten. Einen deutlichen Ausdruck findet dies in den von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 und ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG). Auch Unternehmen sind aufgefordert, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial zu nutzen, um die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern.
Das B.A.U.M.-Projekt befähigt Auszubildende und Nachwuchskräfte im Rahmen einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe dazu, anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele Nachhaltigkeitspotenziale in ihrem Unternehmen zu erkennen, zu dokumentieren und Verbesserungen anzuregen.
Als SDG-Scouts®haben Auszubildende und Nachwuchskräfte aller Branchen die Chance, in ihrem Unternehmen Nachhaltigkeit voranzubringen. Zum Programm gehören drei ganztägige Workshops sowie zwei Praxisphasen in den Unternehmen. Ein Durchlauf dauert etwa 5-6 Monate, an dessen Ende eine Projektpräsentation und die Zertifizierung zum SDG-Scout steht.
Im Mittelpunkt steht dabei ein praktisches Nachhaltigkeitsprojekt, das die Auszubildenden und Nachwuchskräfte gemeinsam mit einem betrieblichen Paten entwickeln, durchführen und abschließend präsentieren.
Der in Hamburg ansässige Verband erhielt für das Projekt 2023 eine bedeutende Auszeichnung: den "Nationalen Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung", der von der deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung verliehen wird.
Mit der Weiterbildung zu SDG-Scouts® haben schleswig-holsteinische Auszubildende und Nachwuchskräfte ab Juni die Chance, ihre Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Weitere Infos zum Projekt, den vergünstigten Konditionen und zur Anmeldung gibt es hier. Bei Fragen können sich Interessierte gerne an Lina Weigel wenden (+49 40 49 07 11 19, lina.weigel[at]baumev.de).
Neben dem Durchlauf im Juni in Bad Schwartau, Ostholstein wird es weitere Durchläufe ab Herbst 2024 und im Frühling 2025 geben.
Die "Was geht?"-Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung zum Krieg von Russland gegen die Ukraine widmet sich den aktuellen Entwicklungen, historischen Geschehnissen und derzeit offenen Fragen in Bezug auf den Krieg von Russland gegen die Ukraine. Darüber hinaus enthält sie Handlungsempfehlungen für den persönlichen Umgang mit der Thematik.
Das Begleitheft für Pädagoginnen und Pädagogen erscheint parallel zur "Was geht?"-Broschüre für Jugendliche zum Thema "Krieg von Russland gegen die Ukraine" und liefert Vorschläge für die pädagogische Arbeit zum Thema im Unterricht und in der Jugendarbeit. Neben einer kurzen Einführung ins Thema und der pädagogischen Arbeit dazu werden weiterführende Literaturangaben sowie Ansätze für die Gestaltung pädagogischer Sequenzen geliefert.
Die "Was geht?"-Reihe möchte jungen Menschen mit einem altersgerechten Format, einer modernen grafischen Gestaltung und einer persönlichen, emotionalen und lebensweltlichen Ansprache die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Themen ermöglichen. In den Materialien für Jugendliche wird jeweils ein Thema in informativen und aktivierenden Rubriken beleuchtet.
Die Weltkarte lädt zu einem Perspektivwechsel ein. Sie setzt erstmals die Antarktis ins Zentrum der Betrachtung und richtet den Fokus des interaktiven Bildungsmaterials auf das Thema Klimawandel.
Die Karte ermöglicht virtuelle Projektbesuche bei Partnern von Brot für die Welt in Ländern des Globalen Südens: Äthiopien, Ecuador, Bangladesch, Paraguay und Tuvalu. Sie zeigen eindrücklich die Ansätze unserer Partnerorganisationen im Kampf um Klimagerechtigkeit. Dabei geht es um Maßnahmen der Klimaanpassung an die auftretenden Klimaveränderungen und den Klimaschutz.
Im Forschungsbound kann das allgemeine Wissen um den Klimawandel getestet und erweitert werden und es gibt viel Wissenswertes aus der Antarktis zu erfahren. Der Bound der Brot für die Welt Jugend gibt ganz persönliche Einblicke in das Engagement von Jugendlichen hier und motiviert, selbst etwas für mehr Klimaschutz zu tun. Via Smartphone und Tablets können Schüler*innen und Jugendliche in der außerschulischen Bildungsarbeit spielerisch die Projekte erkunden. Zu jedem Lernspiel gibt es analoge Arbeitsmaterialien, die eine Binnendifferenzierung ermöglichen.