Wessen Wissen zählt? Machtkritische Methoden in der Bildungsarbeit. Teil 2: Wie wollen wir gelebt haben? – Utopien in der Bildungsarbeit

In der Bildungspraxis wird bestimmten Wissensformen mehr Legitimität zugeschrieben als anderen. Zahlreiche Lehr- und Lernmaterialien schreiben stereotype Bilder und kolonial-rassistische Denkmuster fort und bilden die Grundlage für Diskriminierung. Wissen ist deshalb nicht neutral. Es entsteht in historischen, politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen – und prägt, wie wir die Welt sehen, fühlen und gestalten. 

Doch wessen Wissen gilt als „wahr“? Wessen Perspektiven werden gehört – und wessen verdrängt? Im Transformativen Lernen ist es besonders wichtig, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, marginalisierte Wissensformen ernst zu nehmen und Räume zu eröffnen, in denen Vielfalt nicht nur benannt, sondern methodisch verankert wird. Auf dieser Grundlage wollen wir Utopien entwickeln, die bestehende Wissenshierarchien durchbrechen.
In der zweiteiligen Online-Reihe soll diesen Aspekten nachgegangen werden. Sie verbindet kritische Reflexion mit der Vermittlung und praktischen Erprobung von Methoden für die eigene Bildungsarbeit. Die Veranstaltungen können einzeln oder zusammen besucht werden.

Zweiter Termin am Donnerstag, 21. Mai 2026 von 10 – 13 Uhr
Wie wollen wir gelebt haben? – Utopien in der Bildungsarbeit

Klimakrise, Kriege, Hoffnungslosigkeit und keine überzeugenden Vorschläge, wie wir da wieder rauskommen? Das wollen wir ändern! Ein Weiter wie bisher ist weder möglich noch wünschenswert. Wir brauchen gesellschaftliche Veränderung im großen Stil. Doch wie kann eine Zukunft konkret aussehen, in der Menschen in all ihrer Vielfalt weltweit wertgeschätzt werden und frei und selbstbestimmt leben können? Und in der gleichzeitig eine lebenswerte Umwelt erhalten wird? In diesem Workshop wollen die Teilnehmenden zusammen Möglichkeiten, Widersprüche und Leerstellen unserer erträumten Utopien erforschen.

Der erste Termin der Reihe findet am 6. Mai 2026 von 10 – 13 Uhr statt zum Thema
Global gerechte BnE braucht Diskriminierungssensibilität!

Referent*innen: Nora Peulen und Nele Sander, Konzeptwerk Neue Ökonomie
Kosten: Teilnahmebeitrag zwischen 10 – 60 Euro (Selbsteinschätzung).