Die koloniale Vergangenheit Deutschlands und deren Auswirkungen in der Gegenwart sowie die Auseinandersetzung mit dekolonialen Perspektiven sind Themen, mit denen sich auch Schülerinnen und Schüler vermehrt beschäftigen. Im vorliegenden Unterrichtsimpuls wird Berlin als Stadtraum, also das konkrete Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler, zum Ort der Auseinandersetzung mit historischen Zusammenhängen des Kolonialismus, mit Konsequenzen bis in die Gegenwart und mit der Frage des Umgangs mit kolonialen Kontinuitäten und mit Fragen der Erinnerungskultur.
Der vorliegende Unterrichtsimpuls entstand im Rahmen eines Unterrichtsvorhabens in der Einführungsphase an der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule und soll beispielhaft darstellen, wie der Rahmenlehrplan der gymnasialen Oberstufe Berlin Brandenburg im Kontext der übergreifenden Themen gestaltet werden kann. Außerdem bezieht sich das Beispiel explizit auch auf den KMK-BMZ Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, der 2025 auch für die gymnasiale Oberstufe veröffentlicht wurde.
Die lebensweltorientierte Ausrichtung eignet sich insbesondere für Berliner Schüler*innen sehr gut. Das Rollenspiel ermöglicht einen Perspektivwechsel und trägt dazu bei, ein möglicherweise zunächst abstrakt erscheinendes Thema anschaulich und zugänglich zu vermitteln. Dabei ist es diskriminierungssensibel aufgebaut.
Teile der Arbeitsmaterialien sind nur schwer oder gar nicht auffindbar. Zudem sind einige Links nicht vollständig hinterlegt oder inzwischen veraltet und lassen sich daher nicht öffnen. Auch die Orientierung für Lehrkräfte ist an einigen Stellen nicht ausreichend gegeben. Trotz des insgesamt überschaubaren Umfangs benötigt die Einarbeitung daher vergleichsweise viel Zeit, um sich mit der Struktur vertraut zu machen und das Material sicher anwenden zu können.