Wie werden Sinti* und Roma* dargestellt, wie wird über die Minderheit gesprochen? Wer kommt zu Wort und wer wird ausgeschlossen? Der Bundeskongress des Kooperationsverbunds gegen Antiziganismus bietet die Möglichkeit zu Begegnung, Vernetzung und Debatten.
Medienkritik ist seit jeher eine zentrale Aufgabe im Kampf gegen Antiziganismus – zugleich bieten Medien Chancen für Aufklärung, Sensibilisierung und Empowerment. Der Bundeskongress 2026 des Kooperationsverbunds gegen Antiziganismus widmet sich diesem Verhältnis von Antiziganismus und Medien. In Diskussionen, Vorträgen und Arbeitsgruppen mit Akteur*innen aus Medien, Selbstorganisationen, Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft werden Wechselwirkungen antiziganistischer Strukturen und medialer Reproduktion sowie Gegenstrategien und empowernde Medienpraktiken erkundet.
Eröffnet wird der Kongress mit einer Veranstaltung im rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz mit Impulsvorträgen und Podiumsdiskussion. Der zweite Tag gliedert sich in fünf Arbeitsgruppen der Verbundpartner. Die Evangelische Akademie zu Berlin gestaltet einen Workshop zu empowernder Selbstrepräsentation in sozialen Medien: In einem geschützten Rahmen ausschließlich für Community-Angehörige entwickeln Teilnehmende gemeinsam mit der Künstlerin Concetta Dewús und der Aktivistin Jùlie Halilic Strategien zur Selbstdarstellung im digitalen Raum, zum Umgang mit Stereotypen und Hate Speech sowie zur Stärkung junger Stimmen.
Ergänzt wird das Programm durch einen Markt der Möglichkeiten, eine Ausstellung des Verbands Deutscher Sinti und Roma/Landesverband Rheinland-Pfalz, Infostände, Filmvorführungen und ein Abendprogramm mit Musik und Raum zur Vernetzung.

