Ressourcenverbrauch auf dem Prüfstand: Wieviel Bergbau erträgt die Erde?

Oft führt erst die persönliche Betroffenheit dazu, Grundsatzfragen zu stellen. Als vor wenigen Jahren die Lithium-Bergbauvorhaben im Ost-Erzgebirge bekannt wurden, organisierten sich in den potentiell von den Planungen bedrohten Orten Menschen in Bürgerinitiativen. Seither stecken sie viel Freizeit in die Prüfungen von Planungsdokumenten (und übernehmen dabei einen Großteil der Arbeiten, die eigentlich von den zuständigen Behörden erwarten wird). Die engagierten Bürger*innen haben sich dabei ein enormes Fachwissen angeeignet. Doch noch immer sehen so manche Außenstehende die Betroffenen als "NIMBY's" ("Not in my back yard") an, denen es nur um ihr kleines Stück heile Welt ihres "Hinterhofs" geht. 

In den Bürgerinitiativen finden nicht nur beeindruckende fachliche Lernprozesse statt, sondern sie stoßen nahezu zwangsläufig auf Grundfragen nach den Ursachen des Ressourcenhungers unserer Gesellschaft. Durch die Vernetzung mit ähnlich aktiven Menschen im In- und Ausland entstand die Idee für eine Diskussionsveranstaltung über Alternativen zu zerstörerischen Bergbau-Großvorhaben. 

Vom 4. bis 6. September 2026 widmet sich die Tagung den Auswirkungen von Rohstoffgewinnung in verschiedenen Teilen der Welt und sucht Antworten auf grundsätzliche Frage wie: Wie viel Bergbau kann die Erde verkraften? Welche Verantwortung tragen die Menschen dabei? Neben der thematischen Auseinandersetzung mit den Umweltkosten unseres Ressourcenverbrauchs zielt die Veranstaltung auch auf die Vernetzung von Bürgerinitiativen ab, die mit Rohstoffraubbau konfrontiert sind.