Die Fußballweltmeisterschaft verleiht in diesem Jahr auch Mexiko für einige Wochen mehr Aufmerksamkeit. Sie bietet die Möglichkeit, die im Land herrschenden Missstände ebenso wie die Erfolge zivilgesellschaftlichen Engagements gegen diese einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die – auch konkret mit den Vorbereitungen für das Turnier verbundenen – Herausforderungen und Probleme in der Euphorie untergehen: ökologische Schäden durch Infrastrukturprojekte, Vertreibung informeller Arbeiter*innen im Umfeld der Austragungsorte, Ausbau des Militär- und Polizeiapparats, Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen. Die Mehrheit der als fußballbegeistert geltenden Mexikaner*innen wird weder einem der Spiele beiwohnen können noch von der Austragung im eigenen Land profitieren.
María Luisa Aguilar Rodríguez setzt sich mit dem Menschenrechtszentrum „Miguel Agustín Pro Juárez“ (Centro Prodh) für strukturelle Veränderungen ein, damit alle Menschen in Mexiko ihre Rechte gleichberechtigt genießen und ausüben können. Dabei steht die Förderung und Verteidigung von ausgegrenzten, schutzbedürftigen oder in Armut lebenden Personen und Gruppen im Vordergrund. Gemeinsam mit ihr wollen wir Antworten, Erfolge, Hoffnungen und Stärke zivilgesellschaftlicher Organisationen als Gegenentwurf zum offiziellen Narrativ aufzeigen.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch mit einer Übersetzung aus dem Spanischen statt.

