Medien, Macht und Widerstand – Bilder aus dem Iran

Auf diesem Panel im Rahmen der Filmtage Globale Perspektiven diskutieren der Filmemacher Jafar Najafi und die Künstlerin Parastou Forouhar über die Rolle und Bedeutung von Bildern aus dem Iran.

Welche digitalen Formen des Widerstands waren vor der aktuellen Kriegssituation möglich – und welche bestehen heute noch? Wie werden illegale Bilder sowohl innerhalb des Landes als auch im Ausland sichtbar gemacht? Welcher visuellen Propaganda bedient sich der theokratische Staat, um seine Macht zu festigen? Und wie konnten Film- und Kunstschaffende bis Kriegsbeginn strategisch handeln, um die staatliche Zensur im Iran zu umgehen? Nicht zuletzt wird auch gefragt, welche Handlungsoptionen den im Exil lebenden Kreativen heute noch bleiben.

Parastou Forouhar ist eine iranische Künstlerin und Aktivistin. Als Konzeptkünstlerin setzt sie in ihren Installationen unter anderem Zeichnungen, Fotografien und animierte Bildsequenzen ein. Seit 1991 lebt sie in Deutschland im Exil. Ihr Werk wurde mehrfach prämiert, zuletzt 2025 mit dem renommierten Gabriele Münter Preis. Forouhar hat die politische Opposition ihrer vom iranischen Geheimdienst 1998 ermordeten Eltern auch in Teheran fortgeführt.

Der iranische Filmemacher Jafar Najafi, bekannt für preisgekrönte Filme wie Alone (2022), lebt derzeit als Geflüchteter in Darmstadt und kämpft um sein Recht auf Asyl. Während eines Aufenthalts in Frankfurt 2025 durchsuchten iranische Behörden seine Teheraner Wohnung und beschlagnahmten sein Filmmaterial zur Polizeigewalt gegen die Frau-Leben-Freiheit-Proteste.