Macht-Rang-Privilegien und Rassismus – Das Eigene in gesellschaftlichen Machtverhältnissen erkennen

Welche Formen von Ausgrenzung habe ich erlebt? Wie sind Diskriminierungsformen intersektional miteinander verbunden? Welche Mechanismen halten Rassismus als Machtsystem aufrecht? Wo besteht die Gefahr, Rassismus in der Rolle als Multiplikator*in oder in eigenen Strukturen zu reproduzieren? Wie kann ein Leben gestaltet werden, das Rassismen nicht reproduziert – und was lässt sich aktiv dagegen tun?

Der dreitägige Workshop nimmt verinnerlichte, bewusste und unbewusste Machtstrukturen in Bezug auf Diskriminierung und Stereotype sowie die Funktionslogik von Rassismus und weißen Privilegien in den Blick. Die Teilnehmenden schärfen ihre Wahrnehmung und entwickeln Handlungsstrategien im Umgang mit Rassismus, Macht, Privilegien und Dominanzkulturen.

Schwerpunkte

Biografiearbeit: Die Teilnehmenden erkunden rassistische Prägungen und fragen, welche Bilder, Worte, Erfahrungen und Erzählungen ihre Wirklichkeit geformt haben – und wie sie diese Wirklichkeit selbst weiter formen.

Perspektivwechsel: Im Sinne eines Ego-Defence-Mechanism erkunden die Teilnehmenden eigene Privilegien, lassen Verneinung und Scham hinter sich und übernehmen Verantwortung für das eigene Handeln.

Rang, Macht und Privilegien: Macht ist in Gruppen stets präsent. Als „Macht über" andere kann sie negative Auswirkungen haben; als Können und Beitrag im Sinne der Gruppe kann sie eine wichtige Ressource sein. Die Teilnehmenden setzen sich mit der Frage auseinander, wie sie Verantwortung im Umgang mit eigener Macht und eigenen Privilegien übernehmen können.

Forum Theater: Die Teilnehmenden üben anhand der Methode des Forum Theaters nach Augusto Boal („Theater der Unterdrückten") alternative Handlungsformate in Situationen von Ausgrenzung und Alltagsrassismus – mit der Leitfrage: Wie kann rassismuskritisch gehandelt und eine verbündete Haltung (Allyship) eingenommen werden?