Der globale wirtschaftliche Transformationsprozess befindet sich in einem dramatischen Wandel. Während die Dringlichkeit von ökologischen und sozialen Zielen oftmals in den Hintergrund gedrängt wird, gewinnen militärische und geoökonomische Interessen zunehmend an Dominanz. In dieser prekären Gemengelage steht die Industriepolitik vor einer historischen Zerreißprobe: Wie kann sie gleichermaßen die digitale und ökologische Transformation gestalten, Entwicklungswege für den Globalen Süden eröffnen und zugleich mit den Anforderungen einer neuen Ära geopolitischer Spannungen umgehen?
In der Online-Veranstaltung wird diese Kernfrage aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert. Die Vorträge beleuchten das Spannungsfeld zwischen doppelter Transformation und Aufrüstungslogik, untersuchen spezifische Entwicklungsperspektiven für Regionen wie die Europäische Union und Lateinamerika und fragen nach den entscheidenden Finanzierungsmodellen für eine zukunftsweisende Industriepolitik.
Die Tagung bietet ein fundiertes Verständnis der aktuellen Triebkräfte und Konflikte in der globalen Industriepolitik. Die Teilnemenden diskutieren gemeinsam über die Einsichten in die realpolitischen Herausforderungen und mögliche Gestaltungswege. Im Gespräch mit führenden Expert*innen aus der Wissenschaft können sie gemeinsam Richtlinien für die Praxis erstellen.

