Globales Lernen rassismuskritisch betrachtet

Oftmals sind es weiße, eurozentrische Perspektiven auf Bildung, Geschichte, Ökonomie etc., die sich auch im Globalen Lernen wiederholen – etwa in Form rassistischer Stereotype oder einseitiger Darstellungen in Seminarmaterialien. Die Kritik am Globalen Lernen wurde bereits vielfach formuliert. Doch wie lässt sie sich in der Praxis umsetzen?

Alle Menschen sind geprägt durch ihre gesellschaftlichen Positionierungen, durch die unterschiedliche Zugänge zu den Themen Rassismuskritik und Intersektionalität entstehen. Dieses Fortbildungsmodul zielt auf ein vertieftes Verständnis von Rassismen und intersektionalen Zusammenhängen. Dazu werden sowohl historische und lebensgeschichtliche Beispiele herangezogen als auch biografische Reflexionen genutzt, um Erkenntnisse zu gewinnen. Die Auseinandersetzung mit persönlicher Verwobenheit und inneren Widerständen wird als Grundvoraussetzung verstanden, um eine eigene Haltung in der rassismuskritischen Bildungsarbeit entwickeln zu können.

Lernraum und Arbeitsweise

Um einen geschützteren Lernraum für alle Teilnehmenden zu ermöglichen, wird teilweise in getrennten Räumen gearbeitet (BIPoC/weiß). Angestrebt wird ein Raum, der von Wertschätzung und Empowerment geprägt ist.

Inhaltlicher Schwerpunkt

Zentraler Bestandteil ist die Analyse von Methoden des Globalen Lernens unter einer rassismus- und diskriminierungskritischen Perspektive. Teilnehmende werden gebeten, bereits bekannte Methoden des Globalen Lernens mitzubringen. Darauf aufbauend werden gemeinsam alternative Handlungsmöglichkeiten für die Bildungsarbeit erarbeitet.

Voraussetzungen

Erwünscht ist, dass sich Teilnehmende bereits vorab mit dem Thema Rassismus auseinandergesetzt haben.