Weltweit nehmen Kriege, Aufrüstung und autoritäre Politik zu. Gleichzeitig geraten zivile Konfliktbearbeitung, Friedensförderung und entwicklungspolitische Bildungsarbeit unter Druck. Fördermittel werden gekürzt, während Ausgaben für Militarisierung steigen. Zudem ist Friedensförderung nie neutral: Sie ist eingebettet in historische und gegenwärtige globale Ungleichheiten und kann bestehende Ausschlüsse sowohl überwinden als auch reproduzieren.
Das BER-Fachgespräch widmet sich deshalb der Frage, wie Frieden in der internationalen Zusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit dekolonial gedacht und gestaltet werden kann. Eine dekoloniale Perspektive fordert dazu auf, unterschiedliche Vorstellungen von Frieden sichtbar zu machen, lokale und indigene Wissensformen einzubeziehen und die dahinter liegenden Gewaltverhältnisse zu überwinden.

