Flucht ist kein Zufall – sondern oft das Ergebnis von Machtverhältnissen, die globale Zusammenhänge widerspiegeln. Das Seminar wirft einen vielschichtigen Blick auf das Thema Flucht und Vertreibung – global, europäisch und lokal.
Warum fliehen Menschen? Betrachtet werden Ursachen wie Krieg, Verfolgung, Armut, Unterdrückung, Perspektivlosigkeit und die Auswirkungen des Klimawandels – verbunden mit der Frage, welche Rolle Europa und insbesondere Deutschland in diesen Dynamiken spielt.
Was passiert an den Außengrenzen Europas? Thematisiert werden die Rolle von Frontex, Abschottungspolitik, das koloniale Erbe, bilaterale Verträge mit autoritären Regimen – und die politischen Entscheidungen, die dahinterstehen.
Wie sieht die Realität in Deutschland aus? Menschen mit Fluchtgeschichte begegnen hier oft neuen Hürden: Rassismus, bürokratische Ausgrenzung, Entrechtung. Daneben werden verschiedene Formen von Solidarität, Aktivismus und Empowerment in den Blick genommen.
Das Seminar lädt zum Mitdenken, Diskutieren und Perspektivwechsel ein. Vorwissen ist nicht erforderlich – nur Interesse und Offenheit.
Die Referierenden
Ein Referent ist Filmemacher, Fotograf und Aktivist aus der Senegambia-Region und lebt seit 2011 in Berlin. In seiner Arbeit und auf Kreuzberg-Touren zeigt er das Leben von Geflüchteten und Migration als vielschichtige, geteilte Erfahrung.
Die zweite Referentin ist weiß und arbeitet seit vielen Jahren als Sozialarbeiterin mit Menschen mit Fluchtgeschichte; aktuell ist sie in einer Soligruppe aktiv.
Auf Wunsch wird ein BIPoC Safer Space angeboten.

