In einer von globalen Ungleichheiten geprägten Welt eröffnen feministische Ansätze im Globalen Lernen zentrale Perspektiven auf Macht, Widerstand und gesellschaftliche Transformation. Gerade vor dem Hintergrund erstarkender antifeministischer Mobilisierungen erfordert die Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen fundiertes Wissen sowie die kontinuierliche Reflexion der eigenen Positionierung. Feministische Errungenschaften, queere Lebensweisen und Bestrebungen für Geschlechtergerechtigkeit geraten dabei zunehmend unter Druck. Doch gibt es „den einen Feminismus“ überhaupt? Vielmehr sind es vielfältige Perspektiven und Erfahrungen, die Feminismen weltweit prägen und bestehende Macht- und Ungleichheitsverhältnisse in Frage stellen.
In diesem Seminar setzen wir uns mit zentralen Ansätzen machtkritischer Feminismen auseinander und schaffen Raum für Reflexion, Austausch und gemeinsames Lernen. Dabei geht es sowohl um theoretische Grundlagen als auch um die eigene Positionierung und praktische Handlungsmöglichkeiten. Durch interaktive Methoden, Übungen zur Selbstreflexion und den Austausch in der Gruppe werden individuelle Erfahrungen mit gesellschaftlichen Perspektiven verknüpft. Ziel ist es, die eigene Haltung zu schärfen, unterschiedliche feministische Ansätze kennenzulernen und mehr Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen zu gewinnen.
Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator*innen der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit, des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung, an alle Geschlechter und an alle Interessierten – unabhängig von Vorwissen –, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen auseinandersetzen und ihre Perspektiven weiterentwickeln möchten.
Die Anmeldung ist bis zum 30. April online möglich. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

