Die Digitalisierung beeinflusst Kommunikations- und Konsumverhalten und verändert die globale Wirtschaft grundlegend. Die Spielregeln werden vor allem von großen Tech-Unternehmen aus den USA und China bestimmt, die digitale Infrastrukturen und Algorithmen bereitstellen, kontrollieren und daraus Profit ziehen.
Ähnlich wie im traditionellen Kolonialismus wird der Globale Süden als Lieferant von Rohstoffen und Daten ausgebeutet. Menschen werden auf billige Arbeitskräfte und Konsument*innen reduziert, etwa als Klickarbeiter*innen für KI, im Smart Farming oder beim Rohstoffabbau für digitale Technologien.
Das Online-Seminar untersucht die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Zivilgesellschaft, insbesondere auf junge Menschen, sowie Formen des Widerstands im Globalen Süden und mögliche Handlungsperspektiven im Globalen Norden.
Dabei wird das neue Bildungsmaterial „Global Lernen Brisant“ zum digitalen Kolonialismus vorgestellt. Es enthält Hintergründe, Aufgaben und Aktivitäten, die es ermöglichen, Chancen und Risiken der Digitalisierung mit Jugendlichen ab 14 Jahren interaktiv zu bearbeiten und die eigenen digitalen Gewohnheiten kritisch zu reflektieren.
Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt.
Referent*innen: Bildungsreferent*innen von Brot für die Welt

