Der kostenlose Online-Workshop setzt sich mit Fragen rund um digitale Machtverhältnisse und globale Ungleichheiten auseinander. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Verteilung von Daten, die Profiteure digitaler Technologien sowie die Verbindung zwischen Digitalisierung und kolonialen Kontinuitäten. Ziel der Veranstaltung ist es, Teilnehmenden einen Einblick in die Strukturen digitaler Ungleichheit zu geben und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für die entwicklungspolitische Praxis zu diskutieren.
Der Workshop umfasst einen etwa 45-minütigen Input-Vortrag des Journalisten und Autors Ingo Dachwitz zum Thema „digitaler Kolonialismus“. Dabei werden unter anderem Fragen zu Datenextraktivismus, digitalen Infrastrukturen wie Unterseekabeln und Cloud-Systemen, globalen Arbeitsverhältnissen in der Plattformökonomie sowie zu Perspektiven in der KI-gestützten Wissensproduktion behandelt. Auch ökologische Aspekte wie der Umgang mit Elektroschrott werden thematisiert.
Im Anschluss vertiefen die Teilnehmenden in Breakout-Sessions einzelne Aspekte des digitalen Kolonialismus, tauschen Erfahrungen aus ihrer eigenen Arbeit aus und entwickeln gemeinsam Ansätze für Handlungsmöglichkeiten. Der Workshop richtet sich an haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus der Eine-Welt-Arbeit, der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie aus Promotor*innen-Programmen, die sich kritisch mit globalen digitalen Ungleichheiten beschäftigen möchten. Die Veranstaltung wird von Vanessa Bauer im Rahmen des Projekts „Digitalisierung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit im ländlichen Raum“ organisiert.

