Demokratische Haltung stärken: Umgang mit rechten Positionierungen in der Erziehungshilfe

Sowohl in Deutschland als auch international ist aktuell eine abnehmende Bindung an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu beobachten. Dies zeigt sich in einer zunehmenden Akzeptanz politischen Autoritarismus und der Verbreitung antidemokratischer Einstellungen. In einer zunehmend polarisierten Gesellschaft bleiben rechtsextreme Haltungen auch vor Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nicht unbemerkt. Mitarbeitende berichten von Unsicherheiten im Umgang mit rechten Einstellungen bei jungen Menschen, Eltern oder Kolleg*innen. Vor diesem Hintergrund sind pädagogische Erziehungshilfeeinrichtungen gefordert, Demokratie praktisch erlebbar zu machen und Beteiligungsrechte als Instrument der Mündigkeit einzusetzen. Demokratie muss aktiv geübt werden, und der Alltag in der Erziehungshilfe bietet hierfür einen zentralen Ansatzpunkt.

Die Fortbildung verfolgt zwei zentrale Ziele. Zum einen werden Methoden vorgestellt, mit denen demokratische Beteiligung im Alltag von Erziehungshilfeeinrichtungen gefördert werden kann. Diese tragen zur Stärkung von Mündigkeit, Emanzipation und einem nachhaltigen Demokratieverständnis bei. Zum anderen werden gemeinsam mit den Teilnehmenden Handlungsstrategien gegen rechte Tendenzen, Diskriminierung und Demokratiefeindlichkeit erarbeitet. Schwerpunkte bilden die Sensibilisierung für Diversität, der Aufbau diskriminierungskritischer Strukturen sowie Möglichkeiten zur kollegialen Beratung. Die Fortbildung bietet Impulse, Raum für Reflexion und praxisnahe Werkzeuge, die Mitarbeitende stärken und in ihrer täglichen Arbeit unterstützen.