Die Klimakrise ist eng mit globalen Ungleichheiten verbunden. Während Länder und Unternehmen des Globalen Nordens historisch besonders stark von treibhausgasintensiven Produktionsweisen, Kolonialismus und globalen Machtverhältnissen profitiert haben, sind insbesondere Gemeinschaften im Globalen Süden von den Folgen der Klimakrise betroffen.
Der Workshop beschäftigt sich mit dem Konzept der Klimareparationen und den Verbindungen zwischen Kolonialismus, Extraktivismus, Klimakrise und globalen Ungleichheiten. Dabei geht es um Fragen von Verantwortung, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung sowie um die Bedeutung von Umverteilung und der Gestaltung gerechterer Zukünfte. Klimareparationen werden dabei nicht nur als finanzielle Entschädigung verstanden.
Als praktischer Zugang dient das Zine – eine meist unabhängig produzierte, selbstgemachte Publikation, die unter anderem von feministischen, queeren und antirassistischen Bewegungen genutzt wurde, um Gegenöffentlichkeiten zu schaffen, eigene Perspektiven sichtbar zu machen und Wissen jenseits des Mainstreams zu teilen. Nach einem Einstieg in das Thema Klimareparationen und die politische Geschichte von Zines arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen mit Materialien und Fakten zu verschiedenen Aspekten des Themas. Daraus entstehen eigene Texte, Collagen, Zeichnungen, Comics oder andere Formen.
Der Workshop richtet sich an Aktivist*innen, politisch Interessierte und alle, die sich mit Klimagerechtigkeit beschäftigen möchten. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Austausch, das Hinterfragen bestehender Perspektiven und die Auseinandersetzung mit einer solidarischen und dekolonialen Perspektive auf die Klimakrise.
Vorkenntnisse oder künstlerische Fähigkeiten sind nicht erforderlich.

