Der Wohlstand und das industrielle Wachstum der Kolonialmächte wurden durch die Ausbeutung von Menschen, Land und Ressourcen aufgebaut – Prozesse, die die Grundlagen für die heutige Klimakrise legten. Die globale Mehrheit, die lange Zeit dem Kolonialismus unterworfen war, ist heute mit einigen der schwerwiegendsten Folgen des Klimakollapses konfrontiert, obwohl sie am wenigsten zu dieser Krise beigetragen hat. Während sich die Klimadebatte häufig auf Emissionsminderung und Anpassungsmaßnahmen konzentriert, bleiben Forderungen nach Reparationen meist am Rand der Diskussion.
Wie prägen koloniale Muster die Klimakrise bis heute? Welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen sind notwendig, um über symbolische Gesten hinauszugehen? Und welche Rolle können soziale Bewegungen dabei spielen, die Forderung nach Reparationen stärker in Debatten über Klimagerechtigkeit einzubringen? Ausgehend von einer Vorstellung der Publikation „How (Not to) Apologize“ von Konzeptwerk Neue Ökonomie eröffnet dieses Podium einen Raum zur Reflexion über koloniale Kontinuitäten, Klimagerechtigkeit und reparative Zukunftsperspektiven.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und ist Teil der Projekte „Koloniale Spuren – Dekoloniale Praktiken“ (W3_) sowie „Decolonize Trade“ (Fair Trade Stadt Hamburg).

