Das Pendel bei der Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Chile ist wie erwartet nach rechts ausgeschlagen. In der Stichwahl kurz vor Jahresende setzte sich José Antonio Kast, der von vielen als „ultrakonservativ“ oder „rechts-außen“ eingeordnet wird, gegen die linke Kandidatin Jeannette Jara durch.
Vor der Amtsübergabe von Staatspräsident Gabriel Boric im März wird mit zwei Gästen diskutiert, wie der Wahlausgang zu bewerten ist, welche Ursachen er hatte und wie sich das Land unter Kasts Führung voraussichtlich entwickeln könnte.
Teilnehmen werden die chilenische Kinderärztin Ruth Kries, die kurz nach dem Militärputsch 1973 nach Deutschland fliehen musste und seitdem in Frankfurt lebt, sowie der Politikwissenschaftler Dr. Peter Birle vom Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin, der derzeit an einer umfassenden Länderstudie zu Chile arbeitet. Beide waren in den vergangenen Wochen in Chile vor Ort und bringen frische Eindrücke und neue Einblicke mit.

