Aufwachsen in Welt(un)ordnung. Politische Bildung in militarisierten Zeiten

Im multipolaren System nehmen die geopolitischen Spannungen zu. Kriege, militärische Interventionen und Aufrüstung kennzeichnen die Nachrichtensendungen und Propaganda die sozialen Medien. Die Zeiten, in dem sich die Großmächte wenigstens auf dem Papier für eine regelbasierte Weltordnung und Konfliktlösung durch Diplomatie aussprachen, scheinen vorbei zu sein.

Auch Jugendliche bekommen dies mit. Im Klassenzimmer gibt es Unsicherheit, Gesprächsbedarf – nicht selten auch Betroffenheit oder vorgefertigte Meinungen. Lehr- und Fachkräfte sollen sowohl der fachlichen Einordnung gerecht werden als auch Emotionen und kontroverse Diskussionen auffangen.

Der Politiklehrkräftetag bietet Raum, diese Herausforderungen fachlich zu reflektieren und didaktische Zugänge für eine sensible, kontroverse und demokratieorientierte Bildungsarbeit zu erörtern. Wie stehen Militarisierung und Aufrüstung (international und in Deutschland) im Zusammenhang mit autoritären Entwicklungen in unserer Gesellschaft? Wie kann traumatisierendes und gewaltvolles im Unterricht besprochen werden? Was kann eine Friedenspädagogik leisten und wie können schulische-außerschulische Kooperationen aussehen?