Arbeit und Migration – Eine historisch-politische Stadterkundung

Im Rahmen der Interkulturellen Woche führt eine historisch-politische Spurensuche quer durch die Kasseler Innenstadt zu den Schnittstellen von Arbeit und Migration. Arbeit, insbesondere Lohnarbeit, und Migration prägen gesellschaftliche Entwicklungen, das Zusammenleben und soziale Strukturen.

Beide Themen werden häufig in öffentlichen Debatten miteinander verbunden. Dabei reichen die Perspektiven von der Betrachtung von Migration als möglichem Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels und gesellschaftlicher Alterung bis hin zu Positionen, die Migration als Herausforderung für bestehende gesellschaftliche Strukturen bewerten.

Der Spaziergang zwischen dem Unicampus am Holländischen Platz und der Innenstadt führt zu Orten, an denen Arbeit und Migration von der Zeit des Zweiten Weltkriegs bis heute thematisiert werden. Dabei werden unter anderem Rassismus, Antisemitismus und weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie die gesellschaftlichen und kulturellen Beiträge von Migrant:innen betrachtet.

Die Veranstaltung zeigt, wie Gesellschaften durch historische Entwicklungen geprägt und durch gesellschaftliches Handeln verändert werden können. Orte des Alltags werden aus neuen Perspektiven erschlossen und politische Bildung findet im öffentlichen Raum statt.