Gegenwind 2026 – Fonds gegen Rechtsextremismus

Gegenwind 2026 ist eine Förderung für Projekte, die sich klar gegen Rechtsextremismus positionieren und menschenfeindlichen Ideologien widersprechen, mit einer Fördersumme von bis zu 2.500 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bis zu 5.000 Euro.

Rechtsextreme Akteur*innen gewinnen an Einfluss, demokratische Institutionen werden delegitimiert und demokratiefeindliche Ideologien verbreiten sich zunehmend im Alltag. Desinformation, Verschwörungserzählungen und Antisemitismus prägen öffentliche Debatten; Rassismus, Abwertung und Ausgrenzung sind für viele Menschen Realität.

Demokratie erfordert neben formalen Verfahren eine aktive Zivilgesellschaft, die Verantwortung übernimmt, autoritären Tendenzen entgegentritt und demokratische Werte verteidigt. Zivilgesellschaftliche Initiativen leisten diese Arbeit häufig unter hohem Druck, indem sie Solidarität fördern, Engagement ermöglichen, Schutzräume schaffen und Betroffene rechtsextremer, rassistischer oder antisemitischer Gewalt unterstützen. Besonders in kleineren Städten und ländlichen Regionen werden demokratische Räume zunehmend angegriffen oder eingeschüchtert.

Im Kontext der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verschärft sich die Situation, da rechtsextreme Akteur*innen gesellschaftliche Krisen zur Schwächung demokratischer Institutionen nutzen. Eine handlungsfähige Zivilgesellschaft, die Haltung zeigt, Schutz organisiert und demokratische Praxis stärkt, ist daher von besonderer Bedeutung.

Der Förderschwerpunkt liegt auf ostdeutschen Bundesländern, insbesondere Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Zusätzlich sind Projekte aus kleinstädtischen und ländlichen Räumen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland zur Antragstellung eingeladen.