Diskriminierende Strukturen durchziehen alle Bereiche der Gesellschaft – sie schaffen Privilegien für einige und benachteiligen andere. Diese Ungerechtigkeiten zeigen sich in verschiedenen Formen: Rassismus, Sexismus, Queer- und Transfeindlichkeit, Klassismus, Ableismus, Adultismus und Antisemitismus – und beginnen oft schon in den frühesten Lebensjahren, auch in frühkindlichen Bildungseinrichtungen.
Der Intensivkurs vermittelt das Konzept „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung©" und stattet Teilnehmende mit Werkzeugen aus, um Diskriminierung in frühpädagogischen Kontexten zu erkennen, zu analysieren und abzubauen. Der Schwerpunkt liegt auf der Kombination aus Selbstreflexion, Praxisreflexion, Wissenserweiterung und praktischem Transfer – entlang der Handlungsfelder vorurteilsbewusste Teamarbeit, Interaktion mit Kindern, Zusammenarbeit mit Familien sowie Gestaltung der Lernumgebung.
Die Teilnehmenden kennen das Konzept mit seinen Zielen und Prinzipien, verstehen gesellschaftliche Diskriminierungsmechanismen und deren Auswirkungen auf das Leben junger Kinder, reflektieren die eigene gesellschaftliche Positionierung und deren Einfluss auf die pädagogische Praxis und erarbeiten vorurteilsbewusste Sprach- und Handlungsalternativen.
Interessierte aus dem pädagogischen Arbeitsfeld für Kinder von 0 bis 10 Jahren, z. B. pädagogische Fachkräfte, Leitungskräfte und Fachberater*innen
Alle Blöcke finden jeweils von 9 bis 16 Uhr statt.