Umweltauswirkungen Künstlicher Intelligenz

Ob beim Schreiben von Texten, in der Forschung oder bei der Steuerung von Produktionsabläufen – Künstliche Intelligenz, oder kurz KI, spielt in nahezu allen Arbeitsbereichen eine Rolle. Dabei ist der Begriff eigentlich irreführend, auch wenn wir ihn im Folgenden verwenden (wie der Rest der Welt auch). Denn das, was gemeinhin als KI verstanden wird, ist sogenanntes maschinelles Lernen, keine echte Intelligenz: Die KI „versteht“ nicht, sie kann allerdings Muster erkennen, Vorhersagen treffen oder Aufgaben automatisiert lösen. Und wird darin immer besser.

Die Technologie ist ein Hoffnungsträger und damit Geschäftsfeld. Doch mit den Milliarden, die Tech-Konzerne wie Google, Amazon, Microsoft oder Meta in KI-Infrastruktur investieren, wächst die ökologische Herausforderung. Eine neue Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace zeigt: Der rasante Ausbau von KI-Rechenzentren droht die Klimaziele massiv zu gefährden. Schon im Jahr 2030 wird der Strombedarf dieser Zentren elfmal so hoch sein wie noch 2023 – das entspricht dem heutigen Stromverbrauch sämtlicher herkömmlicher Rechenzentren weltweit.

Die Datenzentren, in denen KI-Anwendungen betrieben werden, sind wahre Stromfresser. Spezialisierte „Hyperscale“-Zentren mit einer Anschlussleistung von mehreren Hundert Megawatt beanspruchen riesige Flächen und verschlingen Ressourcen in gewaltigem Ausmaß: Der Anteil, den KI-spezifische Hardware am Energieverbrauch von Rechenzentren hat, wird Schätzungen zufolge von 14 Prozent im Jahr 2023 auf 47 Prozent bis 2030 steigen. Auch der Wasserverbrauch wächst dramatisch: Für die Kühlung der Server werden 2030 voraussichtlich 664 Milliarden Liter Wasser nötig sein – viermal so viel wie heute. Besonders bedenklich: KI-Rechenzentren verbrauchen doppelt so viel Wasser wie konventionelle Zentren. Und das oft in wasserarmen Regionen, was zu Konflikten führen kann: Wer kriegt das Wasser - Landwirt:innen oder das Rechenzentrum?