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Fair Toys Organisation

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Logo Fair-Toys Organisation  Quelle: fair-toys.org

Insgesamt setzen die großen Markenunternehmen statt auf faire Produktionsfristen und angemessene Preise auf die Maximierung ihrer Gewinnmargen. Ihre eigene unternehmerische Verantwortung wälzen sie über Verhaltenskodizes und die Brancheninitiative ETP letztlich auf die Fabrikbetreiber ab, während sie selbst uneingeschränkt Marktposition und Gewinne optimieren.

Für den Toys Report 2020 hat die Christliche Initiative Romero (CIR) die Arbeitsbedingungen in chinesischen Spielzeugfabriken untersucht. Die Undercover-Recherche enthüllt gravierende Arbeitsrechtsverletzungen und unwürdige Lebensbedingungen innerhalb der Lieferketten von großen Unternehmen wie Mattel und Fisher-Price. Während die Spielwarenbranche zu den Gewinner*innen der Corona-Krise zählt, gehören die Fabrikarbeiter*innen zu den Verlierer*innen. Sie leiden unter massiven Überstunden, fehlender Arbeitssicherheit, mangelnden Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung und sexueller Belästigung sowie Gewalt am Arbeitsplatz.

Um endlich langfristig wirksame Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu erzielen, hat sich im Juli 2020 die „Fair Toys Organisation“ in Nürnberg gegründet. Angestoßen von der Christlichen Initiative Romero setzt sich diese einzigartige Kontrollinstanz bestehend aus Vertreter*innen von Zivilgesellschaft, Industrie und Handel für die Einhaltung und Verbesserung von sozialen und ökologischen Standards in der Spielzeugproduktion ein.  Langfristig soll die Initiative auch den Konsument*innen mit einem glaubwürdigen Siegel eine Orientierung für den fairen und ökologischen Spielzeugkauf bieten.