Amnesty Report 2025/26: Zur Lage der Menschenrechte weltweit

Die Welt erleben eine tiefgreifende globale Menschenrechtskrise. Maßgeblich verantwortlich dafür sind Regierungen weltweit, die zunehmend autoritär handeln und systematisch Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung infrage stellen. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in dem aktuellen Amnesty Report 2025/26 für das Jahr 2025.

Folgende Menschenrechtsentwicklungen stehen im Fokus des Berichts: Völkerrechtliche Verbrechen und Angriffe auf die Justiz, Autoritäre Praktiken: Einschränkung von Freiheiten und Unterdrückung von Protesten, Diskriminierung von vulnerablen Bevölkerungsgruppen, Klimakrise und wirtschaftliche Ungerechtigkeit  sowie Technologie und Menschenrechte: Digitale Repression. 

Trotz dieser massiven Bedrohungen setzten sich 2025 unzählige Menschen und Institutionen gegen Unrecht zur Wehr:

  • Rüstungsexporte eingeschränkt: Gerichte in Ländern wie Belgien und die spanische Regierung verhängten per Gesetz Verbote oder Einschränkungen für Waffentransporte nach Israel.
  • Justiz greift durch: Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) erließ wichtige Haftbefehle, unter anderem gegen Taliban-Anführer. Auch Deutschland leistete einen Beitrag zur globalen Strafverfolgung, indem die Bundesregierung ein ranghohes Mitglied einer libyschen Miliz an den IStGH übergab.
  • Kampf gegen Tech-Giganten: In Kenia feierten Aktivist*innen einen wichtigen juristischen Etappensieg gegen den Konzern Meta, bei dem es um die Verbreitung gefährlicher Inhalte auf Facebook ging.
  • Wiedergutmachung erkämpft: Indigene Völker in Brasilien erstritten nach über 40 Jahren historische Entschädigungen in Form von Landrückgaben.