Demokratische Schulentwicklung konkret

Die zweiteilige Publikation widmet sich der Frage, wie Schulen zu lebendigen Orten demokratischer Erfahrung und Entwicklung werden können.

Band 1 legt die theoretischen Grundlagen: Expertinnen und Experten analysieren den Zustand der liberalen Demokratie und zeigen, welche Potenziale in einer demokratisch ausgerichteten Schulentwicklung stecken. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern als Resonanz- und Gestaltungsraum für demokratisches Bewusstsein und Handeln fungieren muss.

Band 2 übersetzt diese Grundlagen in die Praxis: Er versammelt erprobte Methoden, Materialien und Anregungen aus dem Schulalltag – etwa Klassenräte als schulübergreifendes Organisationsprinzip, gelebte Partizipation als Teil der Schulkultur und konkrete demokratische Erfahrungen statt bloßer Wissensvermittlung.

Gemeinsamer Leitgedanke beider Bände ist, dass Demokratie erlernt werden muss – nicht einmalig, sondern täglich neu. Dafür beziehen sich die Autoren auf den Sozialphilosophen Oskar Negt, der Demokratie als die einzige Gesellschaftsform beschrieb, die kontinuierlich und aktiv erlernt werden müsse. Schulen sollen jungen Menschen den Freiraum bieten, sich zu politisch mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln.