Im BNE Escape Game Lab wird ein Zugang zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eröffnet, der auf erfahrungsbasiertem Lernen basiert. Im Zentrum steht ein Escape-Game-Ansatz, der Umwelt- und Klimathemen auf motivierende Weise vermittelt und sich für den Einsatz im schulischen Kontext eignet. Ergänzend dazu besteht für Lehramtsstudierende die Möglichkeit, in einer Werkstatt eigene Escape-Game-Formate zu konzipieren und didaktisch auszuarbeiten.
Das Szenario „Mission Klimarettung“ bildet den narrativen Rahmen des Angebots. Ausgangspunkt ist ein fiktives Forschungseinrichtungsszenario, in dem ein wissenschaftlicher Durchbruch zur Bekämpfung des Klimawandels bevorsteht. Durch Sabotagehandlungen werden jedoch zentrale Daten entwendet und das Forschungsteam verschleppt. Ziel ist es, die Forschenden zu befreien, verlorene Daten zu rekonstruieren und die Forschungsarbeit fortzuführen. Die Lernumgebung kombiniert wissenschaftliche Inhalte mit spielerischen Elementen, wobei Rätsel gelöst, klimatische Kipppunkte analysiert und Zusammenhänge erschlossen werden.
Die Escape-Game-Werkstatt ermöglicht Lehramtsstudierenden eine aktive Auseinandersetzung mit der Entwicklung eigener Lernsettings. Dabei entstehen didaktisch fundierte Escape Games zu Themen der Klimabildung und nachhaltigen Entwicklung. Neben der Gestaltung von Rätseln werden auch experimentelle Zugänge, audiovisuelle Lernmaterialien sowie weitere innovative Methoden integriert. Die Werkstatt dient als Raum zur praktischen Erprobung didaktischer Konzepte und zur Weiterentwicklung von Vermittlungskompetenzen im Umgang mit komplexen Inhalten.
Die Unterrichtsreihe „Mission Klimarettung“ überträgt das Konzept in den schulischen Kontext. Fachliche Grundlagen zum Klimawandel, insbesondere zum Treibhauseffekt, zu Folgen und Kipppunkten, werden mit konkreten Handlungsoptionen für nachhaltiges Verhalten verknüpft. Eingebettet in eine narrative Struktur rekonstruieren Lernende experimentell Klimadaten und erschließen sich Wissen zum anthropogenen Klimawandel im Rahmen eines problemlösungsorientierten Settings.
Didaktisch orientiert sich das Konzept an zentralen Prinzipien der BNE. Im Vordergrund stehen handlungsorientierte und partizipative Lernformen, die Selbstorganisation und eigenverantwortliches Arbeiten fördern. Kooperative Arbeitsphasen unterstützen die Entwicklung von Teamkompetenzen und ermöglichen die Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven. Die Aufgabenstellungen erfordern kreatives Denken, Problemlösefähigkeit sowie die Fähigkeit zur Verknüpfung fachübergreifender Zusammenhänge. Gamification-Elemente schaffen dabei einen motivierenden Lernrahmen. Abschließende Reflexionsphasen dienen der Einordnung der Lernerfahrungen und der Ableitung möglicher Handlungsoptionen im Sinne nachhaltiger Entwicklung.