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BürgerInnenasyl-Kampagne für Schutzräume gegen Abschiebungen

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BürgerInnenasyl-Kampagne

Im letzten Jahr haben sich in mehreren Städten Initiativen gegründet, die öffentlich ihre Bereitschaft ankündigen, Geflüchtete vor der Abschiebung in ihr Herkunftsland oder in andere EU-Staaten zu schützen. In einem Akt des zivilen Ungehorsams und mit der Bereitstellung privaten Wohnraums stellen sich aktive Teile der Zivilgesellschaft der erzwungenen Rückkehr von Menschen in Elend oder Haft, in Verfolgung oder sogar Krieg entgegen.

Dieses sogenannte „BürgerInnenasyl“ wird damit gleichermaßen zu einem praktischen wie symbolischen Einspruch gegen die herrschende Politik der  Ausgrenzung. Um die Initiativen in den einzelnen Städten stärker zusammenzubinden und noch weitere Städte und BürgerInnen zu mobilisieren, wurde jüngst eine Kampagnenaktion mit einem gemeinsamen Aufruf zum BürgerInnenasyl lanciert.

Diese Initiativen agieren ergänzend zum Kirchenasyl und Schutzstrukturen in migrantischen Communities. Es gibt deutlich mehr Bedarf als tatsächliche Kirchenasyle. Illegalisierte oder Menschen mit Abschiebe-Risiko kommen in ihrer großen Mehrheit bei Verwandten und Bekannten unter und werden von diesen – trotz erheblich größerem Risiko der Strafverfolgung – geschützt.

Diese Community-Solidarität kann nicht stark genug gewürdigt werden und das BürgerInnenAsyl kann hier politische Rückendeckung verschaffen.

Auf der Aktions-Webseite finden sich der Aufruf, eine erste Plakatserie sowie Kurzbeschreibungen und Kontakte der lokalen Initiativen.