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FARN: Gegen rechtsextreme Unterwanderung im Natur- und Umweltschutz

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Für Rechtsextreme bilden Natur, Heimat und Volk eine Einheit, die es zu bewahren gilt. Sie engagieren sich im Natur- und Umweltschutz sowohl strategisch, um die bürgerliche Mitte zu erreichen, als auch aus Überzeugung. Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) macht mit ihren Veranstaltungs- und Beratungsangeboten auf Anknüpfungspunkte für rechte Ideologien in aktuellen Natur- und Umweltschutz-Debatten aufmerksam. Denn: Natur- und Umweltschutz darf nicht ausgespielt werden gegen Demokratie und Menschenrechte.

Neu ist die FARN-Trainer/-innenausbildung, die als berufsbegleitende Weiterbildung konzipiert ist und Kompetenzen für das eigenständige Durchführen von Seminaren und Workshops zum Themenfeld Naturschutz, Umweltschutz und Rechtsextremismus vermittelt. Sie bietet in zwei Modulen Basiswissen, Methodenkenntnisse, didaktische Prinzipien und Moderationswerkzeuge für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Außerdem bietet FARN bundesweit In-House-Workshops und Vorträge an. Die Inhalte werden zielgruppenspezifisch (für Jugendliche und junge Erwachsene oder für haupt- oder ehrenamtlich Tätige im Natur- und Umweltschutz, der Kinder- und Jugendhilfe oder der Rechtsextremismusprävention) aufbereitet.

Neue FARN-Broschüre
Die neue FARN-Broschüre richtet sich an junge Menschen, die bereits im Natur- und Umweltschutz aktiv sind oder es werden wollen. Der erste Teil der Broschüre sensibilisiert die Leser*innen für Bewegungen und Motive eines Umwelt- und Naturschutzes von rechts: Anastasia-Bewegung, Klimaleugnung und Postwachstum von rechts. Im zweiten Teil werden den rechten Konzepten demokratische Entwürfe gegenübergestellt: Leben im Ökodorf, Klimagerechtigkeit und die Idee der Commons. Der dritte Teil ist eine „Toolbox“ mit wichtigen Tipps und Internetadressen. Die Broschüre steht zum Download bereit, gedruckte Exemplare können kostenfrei bestellt werden: Eine E-Mail an presse@nf-farn.de mit dem Betreff „Love Nature. Not Fascism“ genügt.

Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz – kurz FARN – wurde 2017 von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet. FARN bietet Information, Beratung und Qualifikation für Akteure des Natur- und Umweltschutzes, der Kinder- und Jugendhilfe sowie für Jugendliche und junge Erwachsene. FARN untersucht die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen. Die Fachstelle identifiziert rechtsextreme und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz und erarbeitet menschenbejahende und demokratiefördernde Gegenentwürfe.

FARN wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.