Gesellschaftlicher Zusammenhalt im und durch Sport – Bildung für Vielfalt und Nachhaltige Entwicklung

International werden immer häufiger Sportprogramme im Sinne der Idee Sport for Development (SfD) eingesetzt. Eine zugrundeliegende Annahme ist, dass im Sport Kompetenzen entwickelt werden können, die soziale Partizipation, Bildungserfolg und Gesundheit begünstigen. Eine zentrale Leitline bildet die Agenda 2030 für Projekte und Programme, die sich dem SfD-Kontext zuordnen. 

In diesem Band wird „Entwicklung" im Sinne von sozialer Gerechtigkeit, kollektivem Empowerment sowie transformativem sozialem Wandel auf kommunaler und/oder institutioneller Ebene definiert. Aus diesem Verständnis heraus wird in den Beiträgen dieses Bandes der soziale, ökonomische und politische Kontext von sportbasierten Interventionen reflektiert. Sport für soziale und nachhaltige Entwicklung umfasst in dem hier unterstützten Ansatz auch politisches Engagement und die Konzipierung pädagogischer Praxen. Wenn „der Sport“ in diesem Sinne ausgelegt werden und gesellschaftliche Veränderungen bewirken soll, dann stehen Transformationsprozesse an, die zu chancengerechteren Bedingungen beitragen sollen: Sport für alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Herkunft, Zuwanderungsgeschichte oder sozialem Status.