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Lernlandschaft "Fluchtursachen" auf ecapio.org

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Bei dieser Lernlandschaft handelt es sich um eine Prezi-Präsenation. Auf 40 Seiten wird durch Bilder, Videos und Texte erfahrbar gemacht, warum Menschen aus afrikanischen Ländern nach Europa fliehen. Durch konkrete Beispiele werden die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Probleme in Ghana, Nigeria, Simbabwe, Kenia, Äthiopien und dem Senegal erläutert. Dabei wird stets auch auf die Mitverantwortung der EU verwiesen, die durch ihre Politik die Lebensgrundlage der Menschen im Globalen Süden gefährdet.

Beispielsweise führte die Fischereipolitik der EU zu einer Überfischung vor der senegalesischen Küste. Der Fischfang stellte zuvor die Haupteinnahmequelle der Bevölkerungsmehrheit da. Durch die Überfischung blieb die Lebensgrundlage aus und regionale Märkte brachen zusammen. Der Mangel an Nahrung und Arbeit bewegt viele Menschen zur Flucht. Sie nehmen den gefährlichen Weg nach Europa auf sich, um ihre Situation und die ihrer Familien zu verbessern. Allerdings gilt Senegal als sicheres Herkunftsland, sodass diejenigen, die die Reise überleben, nach kurzer Zeit wieder abgeschoben werden.

Für Frauen stellt die Flucht eine besonders schwere Erfahrung da. Sie werden zu Opfern von sexueller Gewalt, finden seltener Möglichkeiten zur Finanzierung der Reise und geraten in Gefahr, sich prostituieren zu müssen, um an Geld zu gelangen. Auch die weibliche Perspektive auf Flucht wird in der Lernlandschaft aufgegriffen.

ecapio.org ist ein Projekt des Vereins Common Future e.V. Das siebenköpfige Team versteht sich als Kollektiv, das einen Beitrag zum sozial-ökologischen Wandel leisten möchte. Zu diesem Zweck sammeln die Mitglieder Videomaterial, das sich mit den Themen Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und alternativem Wirtschaften beschäftigt. Durch die Veröffentlichung der Videos soll die öffentliche Debatte über zukünftige Produktions- und Konsumstrukturen bereichert werden.

Die Arbeit von ecapio wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von Engagement Global gefördert.