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Plastic Waste Map

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Diese Seite verfügt über eine interaktive Karte, die den durchschnittlichen Plastikverbrauch pro Kopf in verschiedenen Ländern anzeigt. Außerdem wird der internationale Müllhandel beleuchtet und das Problem des illegalen Handels mit Platikmüll thematisiert.

Plastik ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Über 300 Millionen Tonnen des umweltschädlichen Materials werden jährlich hergestellt - zwei  Drittel davon allein für Verpackungen und Baumaterialien. Viele elektrische Geräte kommen ohne Plastik nicht aus. Das Gleiche gilt auch für unsere Kleidung, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Das bedeutet, dass all diese Produkte nach ihrem Konsum Plastikmüll verursachen.

Dieser Abfall kann recycelt werden und ist somit ein Handelsgut. Die Handelsmenge beträgt jährlich mehrere Millionen Tonnen. An den Geschäften sind Recycling-Unternehmen, Müll-Händler und Transportunternehmen beteiligt. Durch die Vielzahl der Akteure und lange Handelsketten, geht die Transparenz in diesem Sektor schnell verloren. Somit sind illegale Geschäfte ein Problem.

Im Falle des Verkaufs an ausländische Firmen wird Plastikmüll entweder vergraben oder dem Recycling-Kreislauf zugeführt. Der weltweit größte Importeur von Plastikabfall ist China. Stolze 69% des Mülls landen dort. Gleichzeitig ist aber auch ein Trend zum lokalen Recycling erkennbar. In Europa wuchs der Markt der lokalen Recycling-Angebote zwischen 2005 und 2015 um 154%.

Recycling ist dort am günstigsten, wo Umweltschutz und Arbeitnehmerrechte am wenigsten vorhanden sind. Aus diesem Grund ist die Verschiffung von Plastikmüll lukrativ. Ein weiterer Grund für die Verfrachtung ist die Tatsache, dass Entwicklungsländer weniger  verwertbaren Plastikmüll produzieren als Industrienationen. Somit muss der Wertstoff eingekauft werden, wenn man günstig Plastikartikel produzieren möchte.

Der internationale Müllhandel unterliegt Gesetzen. Trotzdem finden an allen Punkten der Wertschöpfungskette illegale Handlungen statt. Diese werden auf der verlinkten Seite beleuchtet, ebenso wie der weltweite Pro-Kopf-Plastikverbrauch.