Ein gutes Leben für Alle?! Energie und Rohstoffe in einer global gerechten Zukunft

Konsum- und Verbrauchsgüter stehen in vielfältiger Weise und für viele leicht zugänglich zur Verfügung. Der Energie- und Rohstoffverbrauch, der hinter diesen Konsummöglichkeiten steht, ist häufig nicht sichtbar. Auch die sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen, die damit einhergehen, werden kaum wahrgenommen. Krisen verschärfen globale Ungerechtigkeiten entlang globaler Lieferketten, die oft in Ländern des Globalen Südens beginnen. Was braucht es dagegen, um ein gutes Leben für Alle zu ermöglichen?

Ziel des Projekttages ist es, mit altersgerechten und partizipativen Methoden des Globalen Lernens Teilnehmende zwischen 10 und 14 Jahren an die komplexe Thematik heranzuführen, einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für eine Energie- und Rohstoffwende, nachhaltigen Konsum und eine solidarische Weltgemeinschaft zu entwickeln. 

Im ersten Abschnitt reisen die Teilnehmenden mit den beiden Kindern Ella und Pedro, die aus dem Jahr 2050 kommen, in die Zukunft. Dort stellen sie einerseits einen persönlichen Bezug zum Thema Ein gutes Leben für Alle her und bekommen andererseits mittels eines Nachrichtenvideos aus der Zukunft einen ersten Eindruck, welche politischen bzw. ökonomischen Veränderungen dafür notwendig sind.

Im zweiten Abschnitt "Energie und Rohstoffe – Wer konsumiert auf wessen Kosten?" reisen die Teilnehmenden zurück in die Gegenwart und folgen am Beispiel des Video-Streamings einer (Liefer-)Kette vom Abbau von Rohstoffen bis zum Stream. Woher kommen notwendige Rohstoffe? Unter welchen Bedingungen werden sie abgebaut? Welche Auswirkungen haben der Abbau sowie die Produktion elektrischen Stroms für die Umwelt? Anschließend gehen die Teilnehmenden der Frage nach, wie viel Erden der durchschnittliche Lebensstil in ausgewählten Staaten der Erde theoretisch benötigt und kommen so den Ungerechtigkeiten des globalen Wirtschaftssystems auf die Spur.

In Abschnitt 3 "War das schon immer so? – Ungerechtigkeit setzt sich fort" führt die Zeitreise die Teilnehmenden in die Vergangenheit. Sie verfolgen, wie sich die eben entdeckten Ungerechtigkeiten durch Kolonialisierung, Industrialisierung und Globalisierung herausgebildet haben und bis heute fortbestehen. Sie lernen auch, dass es dagegen stets Widerstand gab und gibt.

Im vierten Abschnitt "Zusammen Zukunft bauen – Wege in ein gutes Leben für Alle" lernen die Teilnehmenden – zurück in der Gegenwart – bei dem Kooperationsspiel Wege in ein gutes Leben für Alle Initiativen für ein gutes Leben für Alle kennen, die dem Bereich der Energie- und Rohstoffwende zuzuordnen sind. Ausgehend von diesen Ideen und dem Nachrichtenvideo aus Abschnitt 1 entwickeln sie eigene Nachrichten und präsentieren der Gruppe ihre Nachrichten für ein gutes Leben für Alle.

Im fünften und letzten Abschnitt "Abschluss und Feedback" erhalten die Teilnehmenden Raum, um den Projekttag und Gelerntes zu reflektieren.

Der Projekttag wird in Berlin und Brandenburg angeboten. In anderen Bundesländern ist die Ausleihe des Materialkoffers für die selbstständige Durchführung möglich.