Scheinbar gibt es viele junge Menschen, die für Themen – und erst recht für ein Engagement – im Bereich Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Doch wer sind diese jungen Menschen, was bewegt sie? Mit welchen Alltagssorgen und Teilhabebarrieren sind sie konfrontiert? Und wie können Multiplikator*innen aus Jugend- und Verbandsarbeit besonders jene mit wenig Zugang zu Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen wirksam erreichen und einbeziehen? Woran scheitert dies bisher, und welche Veränderungshebel stehen uns zur Verfügung?
Zu diesen Fragen bietet das Praxishandbuch eine ebenso kompakte wie nützliche Arbeitshilfe. Es richtet sich an Multiplikator*innen, die mit jungen Menschen arbeiten und diese dabei unterstützen möchten, eigene Zugänge zu Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln – ob in Jugendtreffs, Schulen, Vereinen, Kultur- und Sportangeboten, Freiwilligendiensten, Kommunen oder auch in zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gleichzeitig soll es als Unterstützung für diejenigen Akteur*innen dienen, die bereits im Bereich Umwelt, Klima und/oder Nachhaltigkeit aktiv sind und ihre Zielgruppen erweitern wollen – zum Beispiel, weil sie merken, dass ihre Angebote immer nur durch ein bestimmtes Milieu (z.B. Gymnasialschüler*innen aus einem bestimmten Stadtteil) angenommen werden.
Das erarbeitete Handbuch bietet praxisnahe Ideen, Methoden, Lesetipps und Erfahrungen, die zeigen, wie Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit ganz konkret und lebensnah verankert werden kann. Hervorzuheben ist dabei die Rolle von Kooperationen. Denn besonders wirkungsvoll ist es, wenn Akteur*innen aus verschiedenen Engagementfeldern zusammenarbeiten. Hier erschließt sich ein großes Potenzial für Synergien und gegenseitige Lerneffekte.
Das Handbuch will Mut machen, neue Wege zu gehen: Kooperationen zu wagen, Peer-to-Peer-Lernen zu fördern und Themen so zu gestalten, dass sie berühren, motivieren und verbinden.