Der Human Rights Watch Weltbericht 2026 skizziert, dass die Welle der Demokratie, die vor über 50 Jahren aufkam, einer Entwicklung gewichen ist, die als „demokratische Rezession” bezeichnet werden kann. Gemessen an bestimmten Parametern ist die Demokratie heute wieder auf dem Stand von 1985, wobei 72 Prozent der Weltbevölkerung unter autokratischen Regimen leben. Russland und China sind heute weniger frei als vor 20 Jahren. Das Gleiche gilt für die Vereinigten Staaten von Amerika.
Aber auch die deutliche Verschärfung der Menschenrechtslage in Deutschland analysiert der Bericht (S. 180ff) hinsichtlich von Einschränkungen von Grundfreiheiten, wachsendem politischen Druck auf zivilgesellschaftliche Organisationen und einer Zunahme politisch motivierter Gewalt. Die Dokumentation zeigt Entwicklungen des Jahres 2024 und 2025 und betont mehrere Felder, in denen staatliche Entscheidungen in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger eingegriffen hätten.
Für die 538-seitige 36. Ausgabe des World Report untersuchte Human Rights Watch die Menschenrechtspraktiken in mehr als 100 Ländern und Regionen weltweit.