Tohuwabohu – Wer räumt das alles auf? Schöpfung bewahren

Wir alle leben auf einer Erde – Tiere, Pflanzen und Menschen. Am Anfang war die Erde wüst und leer … aus diesem anfänglichen Tohuwabohu schafft Gott die natürliche Ordnung der Welt. Ursprünglich, so erzählt es der erste Schöpfungshymnus, war alles gut, wenn auch aus menschlicher Sicht, ziemlich durcheinander.

In der zweiten Schöpfungserzählung setzt Gott den Menschen in einen Paradiesgarten. Dieser Mensch soll nun die Erde behüten und bewahren. Das bedeutet auch, Platz zu schaffen und aufzuräumen. Menschen greifen gemäß ihrem Auftrag, den Garten zu bestellen, in die Natur ein. Welche Konsequenzen hat unser Handeln? Wie sieht es mit dem zweiten Teil des Auftrags aus, den Garten auch zu beschützen? Was bedeutet es, wenn Menschen anfangen „aufzuräumen“ und dabei die Konsequenzen nicht mitbedenken?

In diesem Unterrichtsentwurf lernen Schüler*innen die biblischen Schöpfungserzählungen kennen und setzen sich kritisch mit den Folgen des menschlichen Handelns für Klima und Umwelt auseinander. Beispielhaft werden die Projekte von Brot für die Welt aus der Fachstelle „Reli fürs Klima“ aufgenommen. Anhand von Projekten in Kirchenwäldern der orthodoxen Kirche in Äthiopien und in Kirchenwäldern in Brandenburg erfahren die Schülerinnen und Schüler praktische Möglichkeiten, den Auftrag Gottes an die Menschen, die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, ernst zu nehmen und umzusetzen. Wie kann richtiges Aufräumen aussehen?