Essen gehört zu den alltäglichsten Dingen, die Menschen tun. Doch hinter dem, was auf dem Teller landet, verbirgt sich ein hochkomplexes System, das Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft und Kultur verbindet.
Wenn über Ernährung gesprochen wird, geht es heute mehr denn je um Aspekte, die über die reine Nahrungsaufnahme hinausgehen. Es muss sich gefragt werden, wie die Menschen leben, wie sie produzieren, wie sie Ressourcen teilen und auf welche Zukunft gebaut werden soll.
Woher kommen unsere Lebensmittel? Unter welchen Bedingungen werden sie produziert? Welche Folgen haben unsere Ernährungsgewohnheiten für Mensch, Tier und Umwelt? Und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in der Schule oder beim gemeinsamen Mittagessen?
Das aktualisierte Themendossier "Ernährung: Die Welt auf unserem Teller" zeigt, wie sich diese Fragen im Unterricht und in der ganzen Schule aufgreifen und erforschen lassen.
Für die Schule bietet das Thema eine wertvolle Gelegenheit, die globale Komplexität anhand von alltäglichen Handlungen zu verstehen. Die Vertiefung erfolgt in drei grundlegenden Schritten: Zunächst wird Ernährung als systemisches Phänomen verstanden. Danach werden die Herausforderungen und Spannungsfelder des heutigen Ernährungssystems beleuchtet. Abschliessend richtet sich der Blick auf konkrete Veränderungsmöglichkeiten, die sich direkt in der Bildungspraxis niederschlagen.
Die Themendossiers der schweizerischen Stiftung éducation21 bieten zu den jeweiligen Themen stets eine Vielzahl von Unterrichtsideen und Hinweisen auf Bildungsmaterialien, die Bezug zu Bildungsstufen und Inhalten des Schweizer Bildungssystems haben, aber häufig gut in andere Bildungskontexte übertragbar sind.