Die Unterrichtsreihe „Rechte der Natur: Für die Rettung unserer natürlichen Lebensgrundlagen dringend nötig?“ wurde im Zusammenhang mit den Veranstaltungen der Klimabuchmesse 2025 und 2026 konzipiert. Sie ist Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse und der Oberstufe empfohlen.
Sie setzt sich aus drei Unterrichtseinheiten zusammen: Die erste und zweite Unterrichtseinheit laden zu einer kontroversen Auseinandersetzung mit dem Konzept der Rechte der Natur ein. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ausgewähltes Videomaterial sowie Texte und Schaubilder im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Sie wägen Argumente pro und kontra ab und beziehen Stellung zu der Frage: Können Eigenrechte der Natur unsere natürlichen Lebensgrundlagen besser schützen, als das bisherige Umweltrecht und die Umweltverbandsklage und wenn ja, inwieweit?
Anschließend beurteilen sie, ob ein Rechtssystem umsetzbar ist, das die Natur als Rechtssubjekt einbezieht und überlegen, welche Folgen eine ökologisch orientierte Rechtsordnung für Mensch und Natur haben könnte. Die dritte, abschließende Unterrichtseinheit schlägt zwei verschiedene Gestaltungsaufgaben zur Auswahl vor, in denen Gesetzestexte zu Eigenrechten der Natur entworfen werden können.
Im Schulprogramm präsentiert das Team der Klimabuchmesse jedes Jahr Bücher, die sich als Lektüre in der Schule eignen. Zusätzlich zur Präsentation der Buchlektüren auf den Lesungen der KBM stellen Lehrkräfte aus dem KBM-Team pädagogisches Material zur Einbindung in den Unterricht zur Verfügung.
Das Material versucht, das bei vielen indigenen Gemeinschaften tief verwurzelte Konzept der Rechte der Natur auf den Globalen Norden zu übertragen. Dadurch wird das Thema stärker an die Lebenswelt von Schüler*innen im Globalen Norden angepasst. Gleichzeitig berücksichtigt das Material Perspektiven aus dem Globalen Süden jedoch kaum. Betroffene und Beteiligte aus dem Globalen Süden kommen nicht selbst zu Wort, sodass die globale Dimension des Themas weitgehend ausgeblendet bleibt. Das Material besteht größtenteils aus Text, wodurch nur wenige abwechslungsreiche oder partizipative Zugänge zum Thema angeboten werden. Abwechslungsreichere Methoden sowie ein verstärkter Einsatz von Bildern und anderen visuellen Elementen würden dazu beitragen, die Inhalte anschaulicher und motivierender zu vermitteln.